Ausstellung
„Wir löffeln Geschichte“

14. November 2019 – 13. Januar 2020

In einer Kooperation zeigen das Kulturreferat für Westpreußen, Posener Land und Mittelpolen mit Katja Bremkamp-Leenen und Nicole Aufmkolk aus der Warendorfer Künstlergemeinschaft „Die Bunte Kuh“ im Westpreußischen Landesmuseum Löffel aus privatem Besitz, die von Bürgern aus Warendorf und Umgebung zur Verfügung gestellt wurden. Mit jedem dieser Löffel ist eine besondere Geschichte verknüpft. Zusammengetragen wurden Erzählungen über Flucht und Vertreibung, Not und Gefangenschaft, über Umsiedlungen, Erinnerungen an geliebte Menschen oder Gegebenheiten, aber auch Schilderungen über Freude und Dankbarkeit, Freundschaft und Zukunftswünsche. 

Über viele Jahrhunderte am Gürtel immer bei sich getragen, ist der Löffel nach wie vor als verbindendes Element anzusehen, das Menschen trotz unterschiedlicher Herkunft zum Essen zusammenführt und miteinander vereint. Sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen und zu essen, verkörpert Frieden und Zugehörigkeit gleichermaßen. Einzigartig und in jeder Kultur vorhanden, wird der Löffel nach wie vor traditionell neuen Erdenbürgern mit auf den Weg gegeben, um ihnen eine gesicherte, wohlgenährte Zukunft zu bescheren. Lange Zeit gehörten Löffel zu den wichtigsten persönlichen Besitztümern, die vielfach von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Noch heute sind sie begehrte Sammelobjekte.

Die Exponate, die im Rahmen dieser künstlerischen Ausstellung präsentiert werden, sind Bestandteil einer Sammlung von Löffeln aus verschiedenen Kulturen und Ländern, selbstgeschmiedete Werke, Darstellungen verschiedener Auffassungen und kultureller Veränderungen mit philosophischem Ursprung oder mit themenspezifischer Ausführung. Vor allem sind es aber auch Erinnerungstücke sowie umfunktionierte Werkzeuge. Einige Löffel sind nach unzähligen Jahren und einer langen Geschichte noch in Gebrauch, während andere explizit für die Ausstellung herausgesucht oder wiedergefunden wurden. In einem Punkt jedoch haben alle Löffel eine Gemeinsamkeit: sie sind unersetzbar.

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