Klöster – Burgen – Stadthäuser:
Gärten im Mittelalter

Eine Sonderausstellung im Westpreußischen Landesmuseum

vom 18.04. bis zum 09.06.2015

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Verglichen mit der hoch entwickelten Gartenkultur der römischen Antike oder des islamischen Raums waren die Gärten des Mittelalters in Mitteleuropa unspektakulär. Kenntnisse zu diesen Gärten haben wir vor allem aus der Buchmalerei und Dichtung, denn in den Minneliedern und Heldensagen spielen Gärten oft eine bedeutende Rolle. Ablagerungen aus Stadtgräben, Brunnen oder Kloaken sind zudem wertvolle Quellen, um den Anbau oder Verzehr einzelner Pflanzen nachzuweisen. Unsere heutige Blumenfülle war unbekannt, denn nur wenige Zierpflanzen stammen ursprünglich aus Mitteleuropa.

Gaerten_im_M_004Drei unterschiedliche Gartenwelten lassen sich im Mittelalter unterscheiden. Die Klostergärten der Mönche waren die ersten systematisch angelegten und geplanten Gärten des frühen Mittelalters. Sie dienten der Versorgung der Klöster und waren mit ihren Heilpflanzen zugleich die mittelalterlichen Apotheken.

Die Burg- oder Lustgärten der ritterlich-höfischen Gesellschaft sind eine Erscheinung des Hochmittelalters. Nun diente der Garten zum ersten Mal der Erholung und Entspannung. Mit dem Aufblühen der Städte und des Handels entwickelten sich schließlich im Spätmittelalter die bürgerlichen Gärten, die dem Vorbild der aristokratischen Gärten nacheiferten.

Gaerten_im_M_003Die Ausstellung zeigt die Entwicklung der mittelalterlichen Gärten und präsentiert viele Pflanzen, die in der Gartenkultur des Mittelalters aufgrund ihrer religiösen Symbolik eine bedeutende Rolle spielten. Über diesen Rahmen hinaus werden auch Beispiele für klösterliche und städtische Gärten in Westpreußen vorgestellt.

 

 

Begleitveranstaltungen zur Sonderausstellung
Klöster – Burgen – Stadthäuser:
Gärten im Mittelalter

Samstag, 18. April, 11.00 Uhr
Eröffnung der Ausstellung
„Klöster – Burgen – Stadthäuser: Gärten im Mittelalter“ mit einem Vortrag der Kuratorin, Dr. Alice Selinger

Sonntag, 19. April, 11.00 Uhr
Pater Dominikus Göcking OFM (Warendorf )
Sonderführung: „Auf den Spuren des Klosterlebens in Warendorf“

Sonntag, 3. Mai, 11.00 Uhr
Andrea Piehl (Münster) Sonderführung:
„Die Architektur des Museums im früheren Franziskanerkloster“

Donnerstag, 07. Mai, 19.00 Uhr
Prof. Dr. Klaus Militzer (Köln)
Vortrag: „Jagd und Adelsfeste im Deutschen Orden“

Sonntag, 10. Mai, 15.00 Uhr
Pater Dominikus Göcking OFM (Warendorf )
Sonderführung: „Auf den Spuren des Klosterlebens in Warendorf“

Donnerstag, 28. Mai, 19.00 Uhr
Prof. Dr. Erik Fischer (Bonn)
Vortrag: „Hildegard von Bingen und die Universalität des Mittelalters“

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