Auf beiden Seiten
der Barrikade

Fotografie und
Kriegsberichterstattung
im Warschauer Aufstand 1944

21. November 2019 – 8. März 2020

(Pressebericht aus der Glocke vom 23.11.2019 zur Ausstellungseröffnung)

Auf beiden Seiten der Barrikade

Polnischer Kriegsberichterstatter. Auf Seiten der Aufständischen begleiteten über 30 Fotografen den Aufstand. Ähnlich viele waren auf deutscher Seite tätig. Anfang August 1944 © Museum des Warschauer Aufstands

2019 jährt sich zum 75. Mal der Warschauer Aufstand. Aus diesem Anlass zeigt das Westpreußische Landesmuseum unter dem Titel „Auf beiden Seiten der Barrikade. Fotografie und Kriegsberichterstattung im Warschauer Aufstand 1944“eine historisch-fotografische Ausstellung der Landeszentrale für politische Bildung in Hamburg, die in Zusammenarbeit mit der Universität Hamburg, dem Museum des Warschauer Aufstandes in Warschau und der LFI (Leica Fotografie International) konzipiert wurde.

 

Der Warschauer Aufstand 1944

Ausstellungseröffnung am 21.11.2019: „Auf beiden Seiten der Barrikade“.
v. l. n. r. Lothar Hyss, Dr. Sabine Bamberger-Stemmann und David Rojkowski (Ausstellungskurator)

Im Sommer 1944 versuchte der polnische Untergrundstaat eine militärische Befreiung der polnischen Hauptstadt gegen die nationalsozialistische deutsche Besatzung zu erreichen. Das Ziel dieser Operation war die Errichtung einer demokratischen und eigenständigen Regierung nach der Befreiung Polens.

Anders als zur gleichen Zeit in Paris erhielten die Warschauer Aufständischen allerdings nicht die nötige Unterstützung seitens der Alliierten, da bereits 1943 von den USA, Großbritannien und der Sowjetunion vereinbart wurde, dass Polen und andere Länder Ost- und Mitteleuropas nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges unter den sowjetischen Machtbereich fallen sollten.

Nach dem Scheitern des Aufstands wurde Warschau von den Einheiten der Wehrmacht und SS nahezu vollständig zerstört. In den 63 Tage dauernden Kämpfen verloren beinahe 200.000 Menschen ihr Leben. 20 Prozent der Stadtbebauung wurden zerstört. Weitere 30 Prozent wurden systematisch nach Ende der Kampfhandlungen gesprengt und verbrannt.

Polnische und deutsche Propagandafotografien

Die Ausstellung erinnert an die historischen Ereignisse von 1944 und widmet sich der kritischen Auseinandersetzung mit der medialen Berichterstattung über den Warschauer Aufstand in der damaligen deutschen und polnischen Presse unter besonderer Berücksichtigung der zu diesem Zweck erstellten und vertriebenen Fotos. Erstmals wurden die entsprechenden Bilder als Teil der Propagandaapparate so tiefgehend analysiert und in Kombination mit anderen Dokumenten zusammengestellt. Die verschiedenen Intentionen der deutschen und der polnischen Propaganda werden so ausführlich untersucht und allgemeine Schlüsse zum Wesen der Propaganda gezogen.

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