Die schönsten Wochen des Jahres.
Reise(n) einst und jetzt.

1. Juli bis 17.Oktober 2021

 

Plakat „Dieses Jahr Danzig Zoppot“. Farbdruck von Bruno Paetsch, Danzig o. J. (1930er Jahre).

Plakat „Dieses Jahr Danzig Zoppot“. Farbdruck von
Bruno Paetsch, Danzig o. J. (1930er Jahre).

Reisen – der Deutschen liebstes Hobby. Jahrzehntelang war der Tourismus zudem ein stetig wachsender Wirtschaftszweig – allein 2019 unternahmen die Deutschen insgesamt 70,1 Millionen Urlaubsreisen – bis die Corona-Pandemie dieser Entwicklung 2020 und 2021 erst langsam, dann umfassend ein Ende bereitete. Aber das Reisen an sich war auch in vergangenen Zeiten durchaus schon ein Massenphänomen – wenn auch oft aus anderen Gründen als heute.

Wer sich in früheren Jahrhunderten auf eine Reise in weiter entfernte Regionen begab, tat dies oftmals aus klar definierten oder von außen vorgegebenen Gründen: Pilger des Mittelalters suchten ihr Seelenheil durch Vergebung ihrer Sünden, Hansekaufleute reisten in Erwartung eines lohnenden Geschäfts, Adelige begaben sich für Ruhm und Ansehen auf Kreuzzüge in den östlichen Teil Europas und Wissenschaftler verschiedenster Fachrichtungen suchten das Neue, bisher Unentdeckte oder Unpublizierte.

Kahlberg/Krynica Morska

Kahlberg/Krynica Morska ist heute der Hauptferienort auf der Frischen Nehrung. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts zog es Urlauber und Ausflügler aus Elbing und Frauenburg hierher. Postkarte, 1928.

Erst mit dem Beginn des 19. Jahrhunderts begann eine Entwicklung, die das Reisen auch für den „normalen“ Bürger interessant machte – sofern man die nötigen finanziellen Mittel hierfür aufbrachte. Mit dem „Reisen um des Reisens willen“ war der Grundstein für den heutigen Massentourismus gelegt.

So kam auch die frühere preußische Provinz Westpreußen im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts mehr und mehr als Reiseziel in Betracht – Bädertouristen suchten die Seebäder an der Ostsee auf, Kunst- und Kulturinteressierte zog es in die alten Hansestädte Danzig und Thorn oder zu den mittelalterlichen Baudenkmälern des Deutschen Ordens, während die Naturfreunde die wald- und seenreiche Kaschubei aufsuchten.

Die Ausstellung im Westpreußischen Landesmuseum folgt ihren Spuren, präsentiert aber vor allem Impressionen der heutigen attraktiven Reiseziele, die von mittelalterlichen Altstädten, UNESCO-Welterbestätten, beeindruckenden Landschaften bis zu den Stränden entlang der Frischen Nehrung und des Frischen Haffs reichen.


BEGLEITVERANSTALTUNGEN ZUR SONDERAUSSTELLUNG:


Donnerstag, 19. August 2021, 18 Uhr
Vortrag:
Ulrike Steinkrüger M. A., Münster:
Das Ziel ist der Weg – Auf den Spuren mittelalterlicher
Jakobspilger*innen durch Westfalen
(weitere Informationen) 


Donnerstag, 02. September 2021, 18 Uhr
Vortrag:
Dr. Christoph Hinkelmann, Lüneburg:
Ostpreußen als Reiseland – vor 1945
(weitere Informationen)


Donnerstag, 09. September 2021, 18 Uhr
Diareportage:
Pommern, Westpreußen und Danzig.
Eine Reise zwischen Oder, Ostsee und Weichsel
In Kooperation mit dem Kulturreferat für Westpreußen, Posener Land und Mittelpolen
(weitere Informationen)


Donnerstag, 14. Oktober 2021, 18 Uhr
Diareportage:
Schlesien, eine Reise von Görlitz nach Breslau, ins Riesengebirge und nach Oberschlesien
In Kooperation mit dem Kulturreferat für Westpreußen, Posener Land und Mittelpolen
(weitere Informationen)

Bitte informieren Sie sich vor Ihrem Museumsbesuch über die
aktuell gültigen Coronaschutzauflagen unter
www.westpreussisches-landesmuseum.de und www.mags.nrw.


 

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