Im Bernstein Verewigt.
Eine Online-Ausstellung.
Tafel 003

Die Inklusensammlung von Otto Helm, Danzig

 

Seebernstein und Erdbernstein

Seebernstein

Der an den Stränden der Nord- und Ostsee gefundene Bernstein – der „Seebernstein“ – besitzt in Folge des Transports im bewegten Wasser eine nur sehr dünne Kruste und ist in der Regel frei von Rissen und Spalten. Nur gesunde Bernsteinstücke überleben im Wellenbereich. Seebernstein hat ein größeres Farbspektrum als gegrabener Stein. Häufig verrät der Bewuchs durch kleine Meeresbewohner wie Blasentang, Seepocken oder Moostierchen seine Herkunft.

Bernsteingewinnung in Ostpreußen. Taucherboote am Strand von Palmnicken. Holzstich 19. Jh.,
Westpreußisches Landesmuseum

Der Bernstein aus der Blauen Erde, der sogenannte Gruben- oder Erdbernstein, unterscheidet sich von dem blanken Seebernstein rein äußerlich durch eine mehr oder weniger dicke Verwitterungskruste, die eine sofortige Qualitätseinschätzung verhindert. Um den Erdbernstein dem blanken, qualitativ hochstehenden Seestein ebenbürtig zu machen, muss die Rinde entfernt werden. Dies geschieht in rotierenden Holztrommeln mit Wasser und scharfem Sand. Ein Vorgang, der durchaus den Prozessen des Seesteins am Meeresgrund ähnelt.

Ausrüstung eines Bernsteinfischers von der Frischen Nehrung, Holzstich 19. Jh.,
Westpreußisches Landesmuseum

 

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