Fotowettbewerb 2026

„Blickwechsel: Jüdisches Leben im Münsterland“

 

Laufzeit: 6. Juli bis 30. August 2026

 

Wer macht das beste Foto?

 

Das Westpreußische Landesmuseum lädt zur Teilnahme am Fotowettbewerb „Blickwechsel: Jüdisches Leben im Münsterland“ ein. Gesucht werden Fotografien und Collagen, die die lebendige Gegenwart und Vergangenheit von Jüdinnen und Juden sichtbar machen.

Vielfalt ist ein selbstverständlicher Bestandteil und eine wertvolle Bereicherung unseres alltäglichen Zusammenlebens. Der Fotowettbewerb widmet sich dieser Vielfalt in der Gegenwart und Vergangenheit. Gesucht werden fotografische Arbeiten und Collagen, die jüdisches Leben in seinen unterschiedlichen Facetten zeigen.

Das Judentum als Religion, Kultur, Schicksals- und Erinnerungsgemeinschaft ist untrennbar mit dem alltäglichen Leben im Münsterland verbunden. Seine vielfältigen Traditionen, Bräuche und Lebensweisen sind Ausdruck seiner langen Geschichte, die bis in die Gegenwart hineinwirkt und unser Miteinander prägt. Jüdisches Leben zeigt sich unter anderem im familiären Zusammenleben, in Freundschaften, gemeinsamen Erinnerungen sowie in kulturellen und religiösen Praktiken. Dazu gehören etwa der Rhythmus des Wochenverlaufs, der durch den Schabbat strukturiert wird, oder jüdische Feiertage, die Gemeinschaft stiften und Identität prägen. Gleichzeitig verweisen Gedenk- und Erinnerungsorte wie Gedenktafeln, Stolpersteine, Straßennamen, ehemalige Synagogengebäude und jüdische Friedhöfe auch auf den einst deutlich größeren Reichtum jüdischen Lebens in der Region. 

Ziel des Wettbewerbes ist es, die sichtbaren und weniger offensichtlichen Facetten des jüdischen Lebens in der Gegenwart und Vergangenheit mithilfe von Einzelfotografien, Fotoserien oder Fotos, die in Collagen weiterverarbeitet werden, zu erfassen. Auch kleine Details oder vermeintlich unscheinbare Orte können neue Blickwinkel auf das Thema eröffnen. Dabei geht es nicht um makellose Motive oder technische Perfektion, sondern um persönliche Sichtweisen und neue Perspektiven auf das Thema.

Die Wahl der Motive ist im Rahmen der Themenstellung frei. Die Fotografien und Collagen können entweder in der Kategorie „Jüdisches Leben in der Gegenwart“ oder „Jüdisches Leben in der Vergangenheit“ eingereicht werden. Diskriminierende, beleidigende oder sachfremde Einreichungen werden ausgeschlossen. Ob Hobbyfotografie, spontane Momentaufnahme oder künstlerische Bildidee – aufgerufen sind alle interessierten Bürger:innen des Münsterlandes.

Die Einreichung ist kostenlos. Einsendeschluss ist der 30. August 2026. Pro Kategorie wird jeweils eine Arbeit mit einem Preisgeld von 150 Euro prämiert. Diese und weitere ausgewählte Arbeiten werden öffentlich im Rahmen der Sonderausstellung „Mischpacha – משפחה. Jüdische Familien in Danzig und Warendorf“ vom 5. November 2026 bis 27. Juni 2027 im WLM präsentiert. Die Ausstellungseröffnung findet am 5. November um 18 Uhr, die Preisverleihung am 22. November 2026 um 16 Uhr statt.

Die Siegerfotos oder -collagen werden von einer professionellen Jury, bestehend aus Hiltrud Hadassah Geburek (Jüdische Vorsitzende der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V.), Laurenz Sandmann (1. Vorsitzender der Altstadtfreunde Warendorf e.V.), Manfred Kronenberg (1. Vorsitzender des Kunstkreises Warendorf), Kerstin Dembsky (WLM), Dr. Katharina Roth (WLM) und von den Ausstellungsbesucher:innen ausgewählt.

Zur Einsendung und den Einsendekriterien

 

 


Begleitprogramm:

Begleitend zum Fotowettbewerb bietet das Westpreußische Landesmuseum für alle Interessierten Einführungsveranstaltungen zur jüdischen Geschichte und Kultur des Münsterlandes an:

  • Dienstag, 7. Juli 2026, 18 Uhr: „Führung durch die Synagoge der Jüdischen Gemeinde Münster“, Klosterstraße 8-9, 48143 Münster (Eintritt frei; Anmeldung bis Sonntag, 5. Juli 2026, unter 02581 92777-10 oder kerstin.dembsky@westpreussisches-landesmuseum.de)
  • Samstag, 25. Juli 2026, 14 Uhr: „Warendorf – neu gesehen“ Ein Workshop zur Fotografie im Westpreußischen Landesmuseum, Klosterstraße 21, 48231 Warendorf, und anschließender Stadtrundgang zur jüdischen Geschichte Warendorfs mit dem Historiker Matthias M. Ester (Eintritt frei; Anmeldung nicht erforderlich)