Angebote der Museumspädagogik


Kunst & Kuchen – Uferlandschaften

Im Rahmen der Sonderausstellung „Augen-Blicke – Aus-Blicke – Westpreußen entlang der Weichsel“ lädt das Westpreußische Landesmuseum zu „Kunst & Kuchen“ ein. In gemütlicher Runde möchten wir mit Ihnen bei uns Kunst am Sonntagnachmittag den 18.02.2024 um 15 Uhr genießen.

Die aktuelle Sonderausstellung beschäftigt sich mit Landschaftsmalerei. Wie sich die Weichsel ihren Weg quer durch das ehemalige Westpreußen – durch Städte, über weite Landflächen und zwischen bemerkenswerten Steilufern – bahnt, das und vieles mehr zeigen die 50 Gemälde aus der Sammlung des Westpreußischen Landesmuseums. Anlässlich der Finissage laden wir Sie auf einen geführten Rundgang durch die Ausstellung und eine anschließende Gesprächsrunde auf Kaffee und Kuchen ein. Wir freuen uns auf eine nette Zusammenkunft in entspannter Sonntags-Atmosphäre.

Bitte melden Sie sich verbindlich bis Donnerstag den 15. Februar an. Sie erreichen uns per Telefon unter 02581-92777-13. Der Kostenbeitrag beträgt pro Person 4,00 € (Führung, Kaffee & Kuchen) zzgl. Eintritt. Sie finden uns in der Klosterstraße 21, 48231 Warendorf.


„Ausblicke entlang der Ems“ –
Ein Ausstellungsprojekt
des Westpreußischen Landesmuseums zusammen mit der Warendorfer Naturschutzjugend (NAJU)

Marian Starke 2023

Die aktuelle Sonderausstellung „Augen-Blicke – Aus-Blicke – Westpreußen entlang der Weichsel“ im Westpreußische Landesmuseum präsentiert verschiedene Landschaftsdarstellungen von Malern der vergangenen Jahrhunderte. Sie zeigen etwa die Steilufer, die Küstenlandschaften oder die an die Weichel anliegenden Städte der ehemaligen Region im heutigen Polen. Landschaftsbildprägende Flüsse sind allerdings nicht nur dort zu finden, sondern ebenso direkt hier vor Ort. Ähnlich wie die Weichsel in Westpreußen, prägt auch die Ems die Landschaft und die Region des Kreises Warendorf.

In Anlehnung an die aktuelle Sonderausstellung hat das Westpreußische Landesmuseum gemeinsam mit der Warendorfer Naturschutzjugend (NAJU) diesen November einen Workshop durchgeführt, bei dem es um einen genauen Blick in die heimatliche Landschaft ging. Als Pendant zur Sonderausstellung zeigt „Ausblicke entlang der Ems“, wie Jugendliche heute ihre sie umgebende Landschaft wahrnehmen und auf welche Details es ihnen ankommt.
Ausgerüstet mit eigenen Fotokameras und Smartphones ging es einen Samstagvormittag raus zur Ems. Entlang der Ufer und auf den anliegenden Wiesenflächen fanden die Jugendlichen zahlreiche Motive. Im thematischen Vordergrund stand für die Gruppe dabei insbesondere eine Gewächsart: die Weide. Ob Kopfweide oder Trauerweide, diese Bäume bieten zahlreichen Lebewesen eine Heimat und eine Lebensgrundlage, auch im Winter. Welche Weiden es an den Ufern der Ems gibt und vor allem was an und in diesen zu finden ist, all das hat die NAJU nun mit ihren Kameras für das Projekt in den Fokus genommen.

Die Gegenüberstellung der Warendorfer Fotografien mit den Gemälden aus Westpreußen zeigt, wie sich der Blick auf die Natur über die Jahre verändert hat. Wie betrachten wir heute die und umgebenden Landschaften und welchen Stellenwert hat die Natur in unserem Alltagsleben? Mit der individuellen Perspektive der Jugendlichen präsentiert die Ausstellung, welche Aspekte ihnen heute vor allem von Bedeutung sind.
Die Fotografien sind den Malereien der Sonderausstellung im Westpreußischen Landesmuseum nun in einer Kabinettausstellung gegenübergestellt. Die Ausstellung „Ausblicke entlang der Ems“ ist vom 04. bis zum 30. Januar 2024 in der Klosterstraße 21, 48231 Warendorf zu sehen.


„Auf den Spuren der Mönche“

Seit seiner Eröffnung im Dezember 2014 setzt das Westpreußische Landesmuseum in Warendorf als außerschulischer Lernort auch den Bildungsauftrag der Franziskaner fort. Hinter den Mauern des Museums ist noch immer die Geschichte des Klosters greifbar. Der neue Rundgang „Auf den Spuren der Mönche“ stellt Einblicke in das Leben der Franziskaner und wichtige Orte des Klosterlebens vor und lädt Kinder und Jugendliche zu einem interaktiven Entdeckerrundgang ein. Hierbei sind Aufgaben zu bewältigen, Punkte zu sammeln und Schatztruhen zu öffnen. Ganz nebenbei lässt sich erfahren wann und warum die Franziskaner nach Warendorf kamen, wie ihr Alltagsleben im Kloster aussah und welche Aufgaben sie in Warendorf übernahmen. Die Besuchenden werden digital durch die App „Biparcours“ über die einzelnen Stationen in beiden Stockwerken geleitet. Die App kann von jedem Besuchenden mit dem eigenen Smartphone oder einem Tablet genutzt werden. Die Themenroute besteht aus Informationen, Medien und Quizelementen, die mit bestimmten aufzufindenden Ankerpunkten verknüpft sind. „Biparcours“ wird vom Bildungspartner NRW zur Verfügung gestellt und richtet sich an Kinder und Jugendliche ebenso wie Schülerinnen und Schüler. Natürlich sind aber auch alle Erwachsenen herzlich eingeladen, auf den Spuren der Mönche durch das Kloster zu navigieren und nähere Informationen zu seiner Geschichte und dem Leben der Franziskaner zu erhalten. Der Entdecker-Rundgang steht ab dem 19. Oktober zur Verfügung. Der Clou: Familien mit Kindern oder Jugendliche, die sich auf Entdeckungstour begeben möchten, haben bis zum 6. November freien Eintritt!
Es empfiehlt sich, sowohl die Biparcours App als auch den Parcours „Auf den Spuren der Mönche“ vorab auf das Smartphone zu laden. Die entsprechenden QR-Codes können Sie auch bequem am Empfang scannen.
Die Tour dauert ca. 45 Minuten.

Westpreußisches Landesmuseum, Klosterstraße 21, 48231 Warendorf geöffnet dienstags bis freitags 10-18 Uhr.

(weitere Informationen)


Weiteres zur App:
www.biparcours.de

Hier können die Infoplakate heruntergeladen werden.


Das Westpreußische Landesmuseum zeigt die Ergebnisse aus den museums-pädagogischen Workshops zum Thema „Weltbilder“


Westpreußen in 10 Objekten:
Entdecker-Rucksack für Kinder

Was war Westpreußen und wo lag es? Antworten auf diese und andere nicht selbsterklärende Fragen können Familien und Kinder im Alter von 7 bis 11 Jahren nun im Landesmuseum mit einer Rucksack-Tour auf spielerische Weise erkunden.

Hierfür steht ab sofort ein Rucksack bereit, um anhand von 10 Objekten die Geschichte der historischen Region „Westpreußen“ in einem Rundgang zu erkunden. Der Rucksack enthält neben interessanten Infos auch aufregende Spiele und spannende Rätsel, die auf dem Weg zu lösen sind. Als Gründungsvater Westpreußens begleitet der alte Fritz, zusammen mit seinen Hunden, die Kinder persönlich durch die Dauerausstellung. Zu entdecken gibt es die Epoche der Ritter und Burgen, aber auch die mondäne Welt des aufstrebenden Bürgertums des 19. Jahrhunderts. Findet heraus, was Züge und Süßigkeiten mit Westpreußen zu tun haben. Im Fokus steht zudem die multiethnische Bevölkerung der historischen Region. Während die politische Vormachtstellung im Gebiet des vormaligen Westpreußens zwischen dem Deutschen Reich und dem Polnischen Königreich wechselte, lebten hier kontinuierlich unterschiedliche Konfessionen und Ethnien neben- und miteinander.

Die Tour dauert ca. 45 Minuten und kann während der Öffnungszeiten vor Ort gespielt werden: Westpreußisches Landesmuseum, Klosterstraße 21, 48231 Warendorf, dienstags bis sonntags 10-18 Uhr.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Das Museumsteam


75 Jahre Kriegsende: Weiße Fahnen im April

Warendorf. Am 8. Mai 2020 jährte sich zum 75. Mal das Ende des Zweiten Weltkrieges. Das ist für Deutschland wie auch für Warendorf ein bedeutsames Ereignis. Ursprünglich war geplant, aus diesem Anlass gemeinsam mit den Warendorfer Schulen den Weg der Heimatvertriebenen vom Warendorfer Bahnhof zum Landgestüt nachzuempfinden. Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie konnte die geplante Umsetzung nicht stattfinden. Stattdessen entwickelte ein Team aus dem Sachgebiet Kultur gemeinsam mit dem Westpreußischen Landesmuseum ein digitales Format, das bedeutende Stationen des Kriegsendes in Warendorf aufgreift. Der hierfür eigens produzierte Film trägt den Titel „Weiße Fahnen im April“.

 


Woher und Wohin? Migration gestern und heute

Mit Hilfe dieses museumspädagogischen Programms lernen die Schüler am Beispiel Westpreußens Dimensionen von Flucht und Vertreibung kennen und übertragen ihre Erkenntnisse auf die heutige Flüchtlingssituation.

Gefördert wird ein reflektierendes Geschichtsbewusstsein, indem die Schüler zur persönlichen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit angeregt und zu eigener Urteilsfindung ermutigt werden. Im Übertrag auf die Gegenwart werden sie dabei unterstützt, Konsequenzen für ihren eigenen Erfahrungsraum (Schule, Nachbarschaft, Freundeskreis) zu ziehen. Das Museum ermöglicht zudem einen direkten Kontakt der Schüler mit originalen Gegenständen, die das Thema Flucht greifbar machen, und eignet sich damit hervorragend als AUSSERSCHULISCHER LERNORT

Das Programm ist inhaltlich an die Kernlernpläne des Landes NRW angepasst. Methodisch wird auf die von Lehrerseite jeweils erwünschten Sach-, Methoden-, Urteils- und Handlungskompetenzen eingegangen.

Zielgruppe: Klassen der Sekundarstufe 2 (= 11. bis 13. Klasse), Fächer: Geschichte, Kath./Ev. Religion.


 

Weitere museumspädagogische Angebote:

 

Such und find im Museum – Geschichte hautnah!

Dieses Angebot ist für Grundschulen gedacht, vor allem für die 3. und 4. Klassen. Es beinhaltet 15 Fragen mit Fotos, die sich auf die Dauerausstellung beziehen, und in ca. 45 Minuten beantwortet werden können. Das Angebot (Museumsrallye) wird als Dauerangebot im AUSSERSCHULISCHEN LERNORT Westpreußisches Landesmuseum zur Verfügung gestellt.

Kunstunterricht im Museum

Am Beispiel von Kunstwerken aus dem Westpreußischen Landesmuseum werden Schüler/innen ausgesuchte Kunstrichtungen (z. B. Realismus, Expressionismus) erläutert. Die Schüler/innen setzen sich mit diesen auf künstlerischer Weise auseinander und schaffen eigene Bilder.