AKTUELLE VERANSTALTUNGEN DES KULTURREFERATES


Studienreise: „Die Bedeutung des Wassers und die Geschichte des Wassersports in Danzig und der Region“
30. Juli bis 4. August 2020, Danzig, Sopot und Umgebung

Eine Kooperation mit dem Bund der Danziger e.V., SAR, Museum Danzig, dem Kapitanat des Hafens von Danzig, der Deutschen Minderheit in Danzig und Graudenz und der Turngemeinde Münster von 1862 e.V., Paddelabteilung

In der kaschubisch-pommerschen Tradition und Geschichte war Wasser ein wichtiger Aspekt in den Erzählungen und Mythen, aber auch in der Kultur und im Alltag. Danzig wurde aus dem Wasser geboren, was sich nicht nur in der Etymologie des Stadtnamens „Gyddanyzc“, was so viel wie „Feuchtgebiet“ bedeutet, sondern sich vor allem in seiner stolzen Hafengeschichte widerspiegelt. So war beispielsweise das Danziger Wasserversorgungs- und Abwassersystem eines der ersten im 16. Jahrhundert in Europa. Die Danziger Mühlen, das ehemalige Verteidigungssystem und die Kommunikation sind mit Wasser, Sport und Erholung sowie mit zahlreichen Brunnen im alten Danzig verbunden.

Welche Rolle spielte Wasser im Leben der Stadtbewohner im Verlauf der Jahrhunderte?

Danzig, die Stadt an der Mündung der Weichsel in die Ostsee, hat eine reiche Tradition im Wassersport, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in moderner Form geboren und bis 1945 weiterentwickelt wurde. Die Erinnerung an sie ist jedoch bereits verblasst. Am 27. Juli 1922 wurde in Danzig der polnische Schifffahrtsclub gegründet, damals als „Erster polnischer Yachtclub“. Ihr erster Präsident war Józef Klejnot-Turski, der auch die dazugehörige Monatszeitschrift leitete, welche seit 1927 unter dem Titel „Żeglarz Polski“ („Polnischer Seemann”) als Wochenzeitschrift erschien.

Im Rahmen einer Studienreise wird das Kulturreferat für Westpreußen, Posener Land und Mittelpolen mit TeilnehmerInnen aus Deutschland und Polen die Geschichte des Wassers in der Stadt Danzig, die Geschichte des Hafens und insbesondere die des Wassersports erforschen.

Dabei werden sie neben Vorträgen und Führungen von deutsch-polnischen Wissenschaftlern die Stadt Danzig und ihre Geschichte auch „vom Wasser aus” an Sehenwürdigleiten wie dem Krantor, dem Hafen, dem Solidarnosc-Denkmal und der Werft mit einem anschließenden Rundgang erkunden. Am Folgetag soll eine 25 Kilometer lange Paddelfahrt von den Stadtbefestigungsanlagen Danzigs durch die Radaune an der Festung Weichelmünde vorbei bis in die Ostsee hinein stattfinden. Am folgenden sind es Tag 15 km um die Danziger Bastion.

Weitere Punkte der Reise werden ein Ausflug in den Kurort Sopot sein – dessen Beliebtheit als Erholungsort am Wasser seit Jahrhunderten von großer Bedeutung ist – sowie der Besuch der Seenotrettung SAR in Leba mit einer Führung durch ihre historische Station und einer abschließenden Fahrt in einem der Rettungsboote auf das offene Meer.

Während der Studienreise soll zudem ein Partnerschaftsvertrag zwischen dem Historischen Paddelverein Danzig und der Paddelabteilung der Turngemeinde Münster von 1862 e.V. geschlossen werden, deren Anfänge im Jahr 1930 liegen.


 

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