Kulturreferat

DIE AUFGABEN DES KULTURREFERATES FÜR WESTPREUSSEN, POSENER LAND UND MITTELPOLEN

Die Aufgaben des Kulturreferates basieren auf Grundlage des § 96 BVFG (Bundesvertriebenen und Flüchtlingsgesetz), das Bund und Länder zur Pflege des Kulturgutes der Vertriebenen und Flüchtlinge, zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung sowie zum Erhalt des deutschen Kulturgutes in Ostmitteleuropa verpflichtet. Das Kulturreferat untersteht der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien (BKM) und hat seinen Sitz im Westpreußischen Landesmuseum, das sich im Franziskanerkloster Warendorf befindet.

KULTURELLE BREITENARBEIT

Das Kulturreferat beleuchtet die unterschiedlichen Aspekte der kulturellen Vielfalt mit Bezug auf die Regionen Westpreußen, Posener Land und Mittelpolen. Ziel ist die Vermittlung von Kultur und wissenschaftlichen Erkenntnissen an Multiplikatoren im In- und Ausland durch Veranstaltungen für die breite Öffentlichkeit, Bildungsarbeit in Kooperation mit Schulen, Vereinen und anderen Bildungsträgern. Realisiert wird dies durch grenzübergreifende Projekte mit internationalen Partnern wie Museen im heutigen Polen, die Förderung von Vorhaben Dritter (externe Projektförderung einschließlich Beratung von Antragstellern), Presse-, Öffentlichkeits- und Museumsarbeit. Dabei legt das Kulturreferat einen Schwerpunkt auf die Zusammenarbeit mit Betroffenen von Flucht und Vertreibung sowie mit Aussiedlern und deren jeweiligen Vertretern.

MUSEUMSPROJEKTE UND KULTURVERANSTALTUNGEN

Neben internationalen Projekten finden in den Räumlichkeiten des Westpreußischen Landesmuseums Veranstaltungen wie wissenschaftliche Vorträge von renommierten Gästen, Workshops, Seminare, Tagungen, Filmvorführungen oder Lesungen statt. Besonders wichtig ist dabei, dass aus den Museumsräumen zugleich ein attraktiver Ort wird, der viele Zielgruppen anspricht.

Die Veranstaltungsinhalte sollen Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene erreichen, die an der Geschichte und Kultur Westpreußens, des Posener Landes und Mittelpolens interessiert sind, oder hier erstmals mit dieser in Berührung kommen möchten.

Auf diese Weise kann es gelingen, Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft zusammenzubringen und einen weiterführenden Dialog anzustoßen. Das Museum wird damit zu einer Stätte der Begegnung, die einen wichtigen Beitrag zum multiperspektivischen Verständnis für die Geschichte, zum Kennenlernen der Schönheit von Kunst, Architektur und Kultur und nicht zuletzt auch zur aktiven Teilnahme am Leben des Westpreußischen Landesmuseums leisten kann.

Westpreußen als historische Schnittfläche zwischen Deutschen und Polen bietet vielfältige Anknüpfungspunkte für spannende Dialoge.

BILDUNGSPROJEKTE UND KOOPERATIONEN

An das Westpreußische Landesmuseum in Warendorf angegliedert, realisiert das Kulturreferat dort in Zusammenarbeit mit Studenten und Schülern aus den Bereichen Geschichte, Kunstgeschichte und Politik vielfältige Bildungsprojekte für Schulen. Diese sollen vor allem das kulturelle und historische Wissen bewusst machen und die Teilnehmer zu Multiplikatoren weiterbilden, welche die behandelten Inhalte weitertragen. Des Weiteren arbeitet das Kulturreferat mit verschiedenen Bildungsinstitutionen zusammen. Mit ihnen werden eigenständige Projekte im Rahmen der internationalen Jugendarbeit und Erwachsenenbildung konzipiert und realisiert.

STUDIENREISEN

In regelmäßigen Abständen im Jahr bietet das Kulturreferat an bestimmten Themen orientierte Studienreisen in die Regionen Westpreußen, Posener Land und Mittelpolen an. Neben der Auseinandersetzung mit kulturellen und historischen Ereignissen haben die Teilnehmer die Möglichkeit, Kontakte zu dortigen Institutionen wie Museen, Schulen und Universitäten zu knüpfen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Zusammentreffen von Menschen aus Polen und Deutschland, sodass neben dem grenz- auch ein generationenübergreifender Kulturaustausch möglich ist.

Ziele dieser Reisen sind das Entdecken des gemeinsamen kulturellen Erbes und seiner Spuren in der deutsch-polnischen Geschichte. Zugleich ermöglichen die Studienreisen den Teilnehmern vielfältige soziokulturelle Entdeckungen in einem bis dahin meist fremden Land und tragen somit zum Zusammenwachsen Europas bei.

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