Vergangene Veranstaltungen des Kulturreferates


Der Vortragsabend musste aufgrund der coronabedingten Schutzmaßnahmen abgesagt werden.

Vortragsabend am Donnerstag, 5. November 2020: „Danziger Kunstgeschichte“
im Westpreußischen Landesmuseum
Eine Veranstaltung für den Verein zur Förderung des Westpreußischen Landesmuseums im Franziskanerkloster Warendorf e.V.
Eintritt 2,50 Euro

Die Künstler in Danzig in der Zwischenkriegszeit
18.00 Uhr
Magdalena Oxfort M.A., Kulturreferentin für Westpreußen, Posener Land und Mittelpolen

Das Thema dieses Vortrags von Magdalena Oxfort wird die Malerei und das Leben renommierter Künstler wie Rudolf Freitag, Wilhelm August Stryowski, Berthold Hellingrath und Reinhold Bahl in der Freien Stadt Danzig von 1919 bis 1945 sein. Das Deutschtum Danzigs und der deutsche Charakter der Kunst dieser Stadt wurden nach 1918 als selbstverständlich vor allem von Deutschen wahrgenommen. Nach der Gründung der Freien Stadt Danzig mussten sich die deutschen Bürger Danzigs mit den polnischen Forderungen an die Stadt, deren Kultur und Kunst auseinandersetzen. Der ideologische Kampf auf dem Gebiet der Malerei war in den Museen, Kunstgalerien und dem Wirken der Kunstvereine sichtbar. Zwei Visionen von Danzig, die nationalistisch motiviert wurden – die deutsche und die polnische – prallten aufeinander, auch in der Presse und in den Veröffentlichungen.

Die Kunstgeschichte Danzigs
19.15 Uhr
Georgios Paroglou, Kunsthistoriker

Wer Westpreußen und insbesondere die Stadt Danzig besucht, stellt unmittelbar fest, wie viele Kunst- und Kulturdenkmäler aus allen Epochen der Kunstgeschichte dort vorzufinden sind. Durch den Beitritt in die Hanse gelangte Danzig schnell an Reichtum und Ruhm, was nicht nur dem Handel, sondern auch dem Stadtbild zugutekam. Durch die entstandenen Handelsbeziehungen mit anderen Ländern wurden Künstler, Kunsthandwerker, Architekten und Baumeister vor allem aus den Niederlanden, aus Italien, Frankreich und Skandinavien nach Danzig berufen, um mit ihren Impulsen repräsentative Bauten und faszinierende Werke zu erschaffen. Der Kunsthistoriker Georgios Paroglou wird einige Schlaglichter der Kunstgeschichte Danzigs wie das Rechtsstädtische Rathaus, den Artushof sowie das Uphagenhaus präsentieren und deren Entstehung darstellen. Dabei wird er ebenfalls die Zeit während des Zweiten Weltkrieges beleuchten sowie die Bewahrung und den Wiederaufbau dieser Kulturgüter thematisieren.


Theater andersARTig
Keine Kunst – Kronenberg spielt & Lohmann liest!
Donnerstag, 29. Oktober 2020, 19.30 Uhr, Westpreußisches Landesmuseum Warendorf
Eintritt 5,00 Euro

Nach der Premiere beim Münchener Papiertheaterfestival im Kleinen Theater und im Münchener Stadtmuseum im Rahmen des Internationalen Figurentheaterfestivals „wunderpunkt“ sind sie am Donnerstag, den 29. Oktober 2020, 19.30 Uhr, zu Gast im Westpreußischen Landesmuseum, Kloster Warendorf.

Schon seit längerer Zeit machen sie gemeinsame Sache, Manfred Kronenberg und Dieter Lohmann, und Ihre Aufführung mit dem Papiertheater ist tatsächlich ganz und gar anders andersARTig: Sie bietet kein durchgehend konzipiertes Theaterstück, sondern erzählt in schnellem Wechsel phantasievolle Szenen und Geschichten.
Dieter Lohmann, der Alltagspoet, gab seiner letzten Publikation den Titel „Keine Kunst“. Er malt mit seinen Worten Bilder und Ereignisse des Alltags mit Witz und Esprit. Am Ende steht er da, der Spiegel, in dem sich jeder wiedererkennt…

Manfred Kronenberg spielt in diesem Premierenprogramm nicht nur mit seinen perfekten phantasievollen Bildern, sondern gestaltet Figuren auf der kargen Bühne mit merkwürdig ausgestatteten Kuben, denen er auf seine Weise eine Lebendigkeit verleiht, bei der wir spüren, dass auch Schwarz und Weiß farbig genug sein können.
Gemeinsam gestalteten sie neben Lohmanns Alltagspoesie französische Fabeln aus dem gemeinsamen Buch „Die Rache der Schildkröte“ deren Illustrationen zurzeit in der Ausstellung „HandwerksKunst“ im Westpreußischen Landesmuseum zu sehen sind.
Besonders originell wird es durch ihre neue phantasievolle bildliche und poetische Umgestaltung bekannter Märchen, in denen diesmal alles ganz anders kommt!

Kronenberg und Lohmann freuen sich, dass sie für ihre gemeinsamen Darstellungen mit dem Papiertheater eine neue Bühne gefunden haben.

Ein ganz besonderes Vergnügen, auch unter Einhaltung coronabedingter Hygieneregeln!


Lesung: „Fieber, Universum Berlin 1930-1933“
1. Oktober 2020, 18.00 Uhr, Westpreußisches Landesmuseum
Peter Walther, Bestsellerautor

Berlin ist 1930 die glanzvolle Metropole des neuen Europas, schneller und freier als die anderen Hauptstädte des Kontinents. Nirgendwo sonst liegen Verschwendung und Elend so dicht beieinander. Während sich Kommunisten und Nationalsozialisten blutige Saalschlachten liefern und Dorothy Thompson Hitler interviewt, lädt der jüdische Hellseher Erik Jan Hanussen die Berliner SA-Führung zu „Weekend-Fahrten“ auf seiner Luxusyacht „Ursel IV“ ein. Maud von Ossietzky verfällt aus Sorge um ihren Mann Carl immer mehr dem Alkohol und der KPD-Vorsitzende Ernst Thälmann findet Trost bei seiner Geliebten. Heinrich Brüning, eben noch Kanzler des Deutschen Reichs, spielt am Abend seiner Entlassung mit seiner Patentochter „Mensch ärgere Dich nicht“. Am Ende geht es nur noch um eins: Kommt das »Dritte Reich«?

Über das Scheitern der ersten deutschen Demokratie ist viel geforscht und geschrieben worden. Die fehlerhafte Verfassung, problematische Traditionen, Wirtschaftskrise, Arbeitslosigkeit und Massenelend lassen sich als Gründe anführen. Die bundesrepublikanische Demokratie ist bei weitem stabiler, die Lebensumstände sind ungleich komfortabler. Und doch wird gerade heute häufiger an das Ende der Weimarer Republik erinnert, gibt es doch bei allen Unterschieden einige Parallelen. Auch unsere Gegenwart ist durch einen Rechtsruck und soziale Spaltung geprägt. Die Krise ist in allen Lebenslagen spürbar.

Der Germanist Peter Walther, 1965 in Berlin geboren, wurde 2017 mit einer fulminanten Biografie über den Schriftsteller Hans Fallada bekannt. Jetzt hat Walther ein Buch über die letzten Jahre der Weimarer Republik im Spiegel der Hauptstadt geschrieben: „Fieber. Universum Berlin 1930-1933“. Das Buch ist sorgfältig recherchiert und verdichtet den Bericht über die Krise zu einer packenden Erzählung. Nebenbei enthält es neun biografische Porträts bekannter Zeitgenossen wie Hanussen oder Thälmann.

Informationen zum Buch:

Peter Walther: „Fieber. Universum Berlin 1930-1933“
erschienen im Aufbau Verlag
364 Seiten, 22 Euro
Mit 17 Abbildungen
ISBN: 978-3-351-03479-5


Ausstellungseröffnung:
Samstag, 5. September, 19:30 Uhr
„HandwerksKunst“
Kai Gaeth – Fantastische Pfeifen
Manfred Kronenberg – Fabelhafte Bilder
(weitere Informationen)


Lesung: „Funkenflug“ – die Geschichte des Sommers 1939
3.September 2020, 18:00 Uhr Westpreußisches Landesmuseum
Hauke Friederichs, Journalist

Der Journalist Hauke Friederichs veröffentlichte 2018 zusammen mit Rüdiger Barth die dokumentarische Collage „Die Totengräber: Der letzte Winter der Weimarer Republik“, eine Reportage über die letzten zehn Wochen der Weimarer Republik. Hier wird Tag für Tag geschildert, was schließlich zur Machtergreifung Hitlers führte. Ähnlich geht er auch in seinem neuen Buch vor: „Funkenflug“ beschäftigt sich mit dem letzten Sommer vor Beginn des Zweiten Weltkriegs.
Was in den frühen Morgenstunden des 1. September 1939 geschah, wissen wir alle. Deutsche Truppen marschierten in Polen ein, überrannten die polnischen Verteidiger, besetzten das Nachbarland – so begann der Zweite Weltkrieg. Ein Flächenbrand, der zu Vernichtung und ungeheurem Leid geführt hat. Wie es dazu kam, wissen wir ebenfalls. Was aber ereignete sich genau in jenen Tagen, bevor der Feuersturm losbrach?

Der 1980 geborene Journalist Hauke Friederichs beschreibt in seinem neuen Buch „Funkenflug“ detailliert den August 1939. Tag für Tag rekonstruiert er die Ereignisse, und das aus verschiedenen Perspektiven und unterschiedlichen Quellen wie Tagebüchern, Briefen, Protokollen oder Zeitungsberichten. Er lässt uns teilhaben an der Hinterzimmer-Diplomatie, den verzweifelten Versuchen, Hitler von seinem bereits gefassten Plan abzubringen, Polen zu überfallen. Wir fliegen etwa mit dem schwedischen Unternehmer Birger Dahlerus zwischen London, Berlin und Salzburg hin und her. Seiner guten Verbindungen zu Hermann Göring wegen wird er zu einem wichtigen Vermittler.

Friederichs entwirft ein komplexes Bild. Und beim Lesen überträgt sich das Gefühl der letzten Augusttage: Nervosität und Hektik nehmen zu, die Protagonisten werden gehetzt von den sich überschlagenden Ereignissen. Und obwohl man vom katastrophalen Ende all der Bemühungen weiß, gerät man lesend in eine Spannung – und würde gerne der Geschichte eine andere Wendung geben.


Multiplikatoren-Schulung in Berlin
25. bis 28. August 2020
Arbeitsgemeinschaft aus Ostmitteleuropa/ Universität Posen und Museum Danzig

Bei dieser mehrtägigen Veranstaltung soll über die gemeinsame Geschichte und Kultur und die Vermittlung an die jüngeren Generationen (SchülerInnen und StudentInnen) sowohl in Polen als auch in Deutschland gesprochen werden. Dabei werden vor allem die Methodik bei sensiblen Themen bis zu Workshops und deren Nacharbeitung im Vordergrund stehen. Es handelt sich um eine gemeinsame Arbeit mit dem akademischen Nachwuchs aus Danzig, Lissa / Leszno und Wielun, Pozen/ Poznan und den an den Universitäten tätigen ProfessorInnen, die ihre Arbeitsweisen vorstellen und bei Diskussionen vergleichen werden.

Das Kulturreferat wird dabei die verschiedenen Workshops, Projekte und Vorträge zu deutsch-polnischen Themen konzipieren.


Vortrag: Südpreußen – eine vergessene preußische Provinz
25. August 2020, Berlin
Dr. Zdzisław Włodarczyk, Präsident Wissenschaftliche Gesellschaft Wieluń

1793 kam es zur zweiten Teilung Polens. Preußen erhielt Danzig, Thorn und ein einen erheblichen Teil des polnischen Gebietes. Die neue Provinz wurde Südpreußen genannt, wegen ihrer geographischen Lage gegenüber den anderen preußischen Gebieten. Dreizehn Jahre später, im Herbst 1806 nach der Niederlage im Krieg gegen Frankreich, verließ die preußische Verwaltung die Provinz Posen. Diese Periode wurde aus verschiedenen Gründen wie dem Mangel an Quellen oder sprachlicher Hürden durch die polnische Historiographie stiefmütterlich behandelt. Die Zerstörung und Aufsplitterung der Archivarien, besonders während des 2. Weltkrieges, festigten den Stand der Dinge. Auch in Deutschland ist über diese Periode der preußischen Geschichte sehr wenig bekannt. Die letzten Jahre des alten Preußens „verlieren sich” mit der Herrschaft Friedrichs II. oder dem Befreiungskrieg und Wiederaufbau nach den Stein-Hardenbergschen Reformen.

Der Vortrag ist ein kleiner Schritt auf dem Weg dahin, dies zu ändern und die Geschichte Südpreußens als vergessene Provinz näher zu beleuchten. Er soll die allgemeinen Bedingungen der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung aufzeigen, da während dieser Zeit nicht nur verschiedene Verwaltungssysteme sondern auch unterschiedliche Wertvorstellungen aufeinander stoßen.


Dia-Reportage: Westpreußen. Das Land am Unterlauf der Weichsel
20. August 2020, 19.00 Uhr, TG Münster in Münster

Mit rund 480 Dias dokumentierte die Kulturreferentin für Westpreußen, Posener Land, und Mittelpolen Impressionen von Landschaften und Städten Westpreußens. Das Land an dem unteren Lauf der Weichsel hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Heute in Polen gelegen, war es einst das Kernland des Deutschordensstaates, ein Teil Preußens und des Deutschen Reichs. Knapp 3.000 Kilometer ist die Kulturreferentin Magdalena Oxfort mit dem Journalisten Roland Marske durch dieses Land mit deutscher Vergangenheit und polnischer Gegenwart gereist und hat dabei den Zauber und die Schönheit seiner einzigartigen Landschaften und Städte eingefangen: Von der mit Seen durchsetzten Kaschubischen Schweiz im Westen, in der die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, über die vom Deutschen Orden gegründeten und von der Backsteingotik geprägten Städte an der Weichsel, wie z.B. Thorn, Kulm oder Graudenz. Mit Erzählungen und Kommentaren von wichtigen Vertretern der einzelnen Städte und Orte ergänzt, werden die dazugehörigen Geschichten erläutert, um die Vielfältigkeit der sich immer noch dort befindlichen kulturellen Schätze zu verdeutlichen.

Selbstverständlich führt die Reise auch zur Marienburg: Das UNESCO – Weltkulturerbe ist eine der größten Backsteinfestungen der Welt. Ein weiterer Höhepunkt liegt an der Ostsee: Danzig, die Königin der Ostsee und kulturgeschichtliche Hauptstadt Westpreußens.
Dieser multimediale Beitrag wurde mit Hilfe von dem Direktor des Westpreußischen Landesmuseums und Partnermuseen in Polen produziert. Er soll auf eine populärwissenschaftliche Weise dem Betrachter die Geschichte und die Gegenwart Westpreußens näherbringen.

Dieser Foto-Beitrag ist die Fortsetzung der Dia-Reportage „Westpreußen – das Land am Unterlauf der Weichsel“, die im Jahr 2006 produziert wurde. Die Neuproduktion stellt nicht nur die landschaftlichen Impressionen der ehemaligen Provinz dar, sie bildet zugleich auch die wechselvolle Geschichte und die aktuellen, sozialpolitischen Situationen ab, um neue Perspektiven auf die besondere Region am Unterlauf der Weichsel zu eröffnen.


Filmabend: „Die Frauen der Solidarność“
20. August 2020, 20.00 Uhr, TG Münster in Münster

Der Film rekonstruiert die bisher kaum erzählte Geschichte der in der polnischen Solidarność engagierten Frauen. Anfang der 1980er Jahre zählte die freie und selbstverwaltete Gewerkschaft „Solidarność“ über 10 Millionen Mitglieder. Die Hälfte davon waren Frauen. Viele von ihnen waren jahrelang in der Opposition aktiv. Nach der Verhängung des Kriegsrechts und dem Verbot der Solidarność 1981 waren es in erster Linie Frauen, die die konspirativen „Untergrund“-Strukturen aufbauten und die Bewegung weiterführten. Aber kaum eine von ihnen hatte Funktionen in den Führungsgremien der Gewerkschaft inne.

Die Solidarność und ihr langjähriger Anführer, der Friedensnobelpreisträger Lech Wałęsa, wurden zu Ikonen des gewerkschaftlichen und demokratischen Widerstands. Die Frauen, die sich unter erheblichen persönlichen Risiken und Opfern in der Solidarność engagierten, sind im öffentlichen Bewusstsein fast nicht präsent. Die Regisseurin Marta Dzido hat sich auf die Suche nach diesen vergessenen Frauen gemacht. Sie fragt nach ihrer Rolle in der Oppositionsbewegung in den 1970er und 1980er Jahren, nach den Beweggründen für ihr Engagement und zeichnet ihre Lebenswege nach der Wende 1989 nach. Sie versucht herauszufinden, warum die Erinnerung an die „weibliche Seite“ der Opposition so komplett in Vergessenheit geraten ist und den Frauen den ihnen zustehenden Platz in der Geschichte zurückzuerobern.

Eine Veranstaltung des Kulturreferates für Westpreußen, Posener Land und Mittelpolen im Rahmen des deutsch-polnischen Forschungsprojektes „Auf den Schultern von Frauen. Gejagte. Frauen in den Grenzregionen in Deutschland sowie in Polen und das Ende des Zweiten Weltkrieges“


Studienreise: „Die Bedeutung des Wassers und die Geschichte des Wassersports in Danzig und der Region“
30. Juli bis 4. August 2020, Danzig, Sopot und Umgebung

Eine Kooperation mit dem Bund der Danziger e.V., SAR, Museum Danzig, dem Kapitanat des Hafens von Danzig, der Deutschen Minderheit in Danzig und Graudenz und der Turngemeinde Münster von 1862 e.V., Paddelabteilung

In der kaschubisch-pommerschen Tradition und Geschichte war Wasser ein wichtiger Aspekt in den Erzählungen und Mythen, aber auch in der Kultur und im Alltag. Danzig wurde aus dem Wasser geboren, was sich nicht nur in der Etymologie des Stadtnamens „Gyddanyzc“, was so viel wie „Feuchtgebiet“ bedeutet, sondern sich vor allem in seiner stolzen Hafengeschichte widerspiegelt. So war beispielsweise das Danziger Wasserversorgungs- und Abwassersystem eines der ersten im 16. Jahrhundert in Europa. Die Danziger Mühlen, das ehemalige Verteidigungssystem und die Kommunikation sind mit Wasser, Sport und Erholung sowie mit zahlreichen Brunnen im alten Danzig verbunden.

Welche Rolle spielte Wasser im Leben der Stadtbewohner im Verlauf der Jahrhunderte?

Danzig, die Stadt an der Mündung der Weichsel in die Ostsee, hat eine reiche Tradition im Wassersport, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in moderner Form geboren und bis 1945 weiterentwickelt wurde. Die Erinnerung an sie ist jedoch bereits verblasst. Am 27. Juli 1922 wurde in Danzig der polnische Schifffahrtsclub gegründet, damals als „Erster polnischer Yachtclub“. Ihr erster Präsident war Józef Klejnot-Turski, der auch die dazugehörige Monatszeitschrift leitete, welche seit 1927 unter dem Titel „Żeglarz Polski“ („Polnischer Seemann”) als Wochenzeitschrift erschien.

Im Rahmen einer Studienreise wird das Kulturreferat für Westpreußen, Posener Land und Mittelpolen mit TeilnehmerInnen aus Deutschland und Polen die Geschichte des Wassers in der Stadt Danzig, die Geschichte des Hafens und insbesondere die des Wassersports erforschen.

Dabei werden sie neben Vorträgen und Führungen von deutsch-polnischen Wissenschaftlern die Stadt Danzig und ihre Geschichte auch „vom Wasser aus” an Sehenwürdigleiten wie dem Krantor, dem Hafen, dem Solidarnosc-Denkmal und der Werft mit einem anschließenden Rundgang erkunden. Am Folgetag soll eine 25 Kilometer lange Paddelfahrt von den Stadtbefestigungsanlagen Danzigs durch die Radaune an der Festung Weichelmünde vorbei bis in die Ostsee hinein stattfinden. Am folgenden sind es Tag 15 km um die Danziger Bastion.

Weitere Punkte der Reise werden ein Ausflug in den Kurort Sopot sein – dessen Beliebtheit als Erholungsort am Wasser seit Jahrhunderten von großer Bedeutung ist – sowie der Besuch der Seenotrettung SAR in Leba mit einer Führung durch ihre historische Station und einer abschließenden Fahrt in einem der Rettungsboote auf das offene Meer.

Während der Studienreise soll zudem ein Partnerschaftsvertrag zwischen dem Historischen Paddelverein Danzig und der Paddelabteilung der Turngemeinde Münster von 1862 e.V. geschlossen werden, deren Anfänge im Jahr 1930 liegen.


Vortrag: Die Geschichte des Artushofes in Danzig
3. August 2020, 18.00 Uhr, Rechtsstädtisches Rathaus Danzig
Izabela Jastrzembska-Olkowska M.A., Leiterin des Artushofes Danzig

Die bunten Fassaden der nach dem Krieg wiederhergestellten Bürgerhäuser verzaubern jeden Besucher Danzigs. Die Langgasse und der Lange Markt liegen zwischen dem Goldenen und dem Grünen Tor und verlaufen parallel zur Mottlau. Am Langen Markt stehen die wichtigsten Profanbauten der Rechtsstadt, darunter das Rathaus und der Artushof.

Artushöfe existierten im Mittelalter überall in Europa. Hier versammelten sich reiche Bürger und Anhänger der legendären Tafelrunde von König Artus. Besonders in den Städten der Hanse waren diese Höfe eine Modeerscheinung. Bei einem Krug Bier wurden wichtige Absprachen getroffen und Verträge geschlossen.

Der Danziger Artushof (Dwór Artusa) wurde bereits im 14. Jahrhundert gegründet, brannte jedoch im Jahr 1477 ab. Das heutige Gebäude wurde im Stil der Spätgotik neu erbaut und öffnete 1481 seine Tore. Die gotische Rückfront blieb bis zum heutigen Tag erhalten. Die Fassade des Artushofes wurde in der Neuzeit zweimal geändert, zunächst 1552, dann zwischen 1616 und 1617. Die zweite Umgestaltung fand unter der Leitung von Abraham van den Blocke statt, einem deutschen Architekten und Bildhauer flämischer Herkunft. Auch die Innenräume wurden mehrfach ergänzt, überwiegend aus Sachspenden der jeweiligen Bruderschaften, die im Artushof ihre Banken unterhielten. Obwohl der Artushof im Krieg stark gelitten hat, kann man sein Interieur heute dank der sorgfältigen Rekonstruktion wieder bestaunen.

Izabela Jastrzembska-Olkowska M.A. ist Kunsthistorikerin und Leiterin des Artushofes Danzig. In ihrem Vortrag wird sie die Geschichte dieses einzigartigen Gebäudes beleuchten und den Besuchern mithilfe ihrer Präsentation einen Einblick in die eindrucksvollen Innenräume des Artushofes mitsamt ihrer kunstvollen Ausgestaltung geben.


„Robert Reinick, ein Kindermärchendichter?“
2. August 2020, 18.00 Uhr, Historisches Rathaus Danzig
Roswitha Möller, BdV NRW, Vorsitzende des Bundes der Danziger e. V.

Robert Reinick ist am 22. Februar 1805 in Danzig in der Brotbänkengasse 45, der Rückseite des Artushofes gegenüber gelegen, geboren. Seine Eltern waren Daniel Reinick, Kaufmann in Danzig und Justine Unselt, Tochter des Predigers Samuel Friedrich Unselt, Pfarrer in Gütland. Sie starben sehr früh, weshalb Robert und sein kleiner Bruder in die Familie des Predigers Diakon Blech von St. Marien kamen.

Schon in jungen Jahren fertigte er Tuschzeichnungen an, modellierte in Wachs, machte Scherenschnitte und schrieb als Vierzehnjähriger Theaterstücke. Reinick besuchte ab 1825 die Kunstakademie in Berlin, ab 1827 als Schüler Carl Joseph Begas’ (auch Begasse). Er blieb bis 1831 in Berlin, wo er unter anderem mit Adelbert von Chamisso und Eichendorff im Austausch stand. Seit dieser Zeit wandte er sich neben der Malerei der Dichtung zu. Nach 1831 setzte er seine Ausbildung an der Kunstakademie Düsseldorf unter Wilhelm von Schadow fort und unternahm 1838 die unter Künstlern obligatorische Studienreise nach Italien. In Rom wurde er Mitglied der Ponte-Molle-Gesellschaft und diente ihr 1839/1840 als Vizepräsident sowie 1840/1841 als Präsident.

Reinick studierte an der Kunstakademie in Berlin und Düsseldorf. Es zog ihn verschiedentlich nach Danzig zurück und als Krönung seiner Studien arbeitete er drei Jahre in Italien. In den Zeiten seiner Ausbildung traf er sich vielfach mit seinen Künstlerkollegen, mit denen er lustige Feste begleitet von humorigen Gedichten feierte. Er tat sich schwer mit der Malerei und es überwog sein dichterisches Talent. Aus Italien zurückgekommen, kränkelte er und begab sich nach Danzig, um sein Leiden auszukurieren. In der Heimat traf er seine Stiefnichte Marie Berendt: sie heirateten und zogen nach Dresden. Hier wandte er sich endgültig der Dichtung zu und schrieb Kindermärchen, Gedichte, Reime und Sprüche. Bald steigerte sich jedoch sein Leiden und am 7. 2. 1852 starb er.

Aus der Zeit seines malerischen Schaffens sind noch einige Bilder erhalten, wie beispielsweise Landschaftsmalereien in Italien, „Rahel und Jakob am Brunnen“, „Der erzählende Pilger“ oder „Saul und David in der Höhle“. Einige dieser Bilder werden im Danzig Museum gezeigt


Vortrag: Die lokale Geschichte der Wasersportvereine in Danzig und die
Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges auf den Wassersport in der Region
1. August 2020, 18.00 Uhr, Altstädtisches Rathaus Danzig
Dr. Jan Daniluk, Museum der Danziger Universität Danzig

In einem Vortrag wird der Historiker Jan Daniluk, Absolvent der Danziger Universität für Geschichte, Forscher und Enthusiast der Geschichte von Danzig und Zoppot an der Wende des 19. zum 20. Jahrhundert, über die Entstehung der ersten Wasserclubs und -gesellschaften in Danzig sprechen und dabei auf die Sportarten Segeln, Rudern und Schwimmen eingehen. Während der Präsentation wird er die Geschichte der einheimischen Vereine und Gesellschaften beschreiben und den polnisch-deutschen Wettbewerb auf diesem Gebiet beleuchten. Außerdem wird er die Anfänge des Motorbootsports und die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs auf den Wassersport in der Region darstellen.
Jan Daniluk befasst sich auch mit der Geschichte des Zweiten Weltkriegs, insbesondere der regionalen mit Bezug auf die in das Reich und Ostpreußen eingegliederten polnischen Gebiete. In einer weiteren Perspektive untersucht er die SS, SA, die Strukturen der deutschen Polizei und das Schicksal von Kriegsgefangenen in deutscher Gefangenschaft.

Seit Mai 2018 ist er Direktor des Universitätsmuseums in Danzig (Museum der Danziger Universität). Von 2017-2018 war er als Historiker am Sopot Museum tätig. Zuvor (2015-2107) arbeitete er in der wissenschaftlichen Abteilung des Museums des Zweiten Weltkrieges in Danzig (Mitautor der Hauptausstellung), in der pädagogischen und wissenschaftlichen Abteilung der Zweigstelle Danzig des Instituts für Nationale Erinnerung und im Hewelianum-Zentrum. In den Jahren 2005-2009 arbeitete er mit dem Kulturpark der Stadtfortifikationen „Festung Danzig“ zusammen (2008-2009 als fest angestellter Mitarbeiter). Er leitet Kurse für ein Aufbaustudium in Gedanistik und arbeitet daran, das historische Wissen bei lokalen Institutionen, Bezirksräten und den Medien bekannt zu machen.


Vortrag: „Mit der Weichsel verbunden“
31. Juli 2020, 18.00 Uhr, Artushof
Dr. Artur Kawinski, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Universität Danzig

Das „goldene Zeitalter” im 16. und 17. Jahrhundert war für Danzig eine prägende Epoche, in der die Stadt zu den reichsten und bedeutendsten Orten in Europa wurde. Durch den Handel innerhalb der Hanse konnte Danzig diese Monopolstellung zwischen dem polnischen Königreich und der slawischen Wirtschaftsbasis beibehalten und weiter stärken. Die Stadt war ein Ort des multiethnischen Dialoges und übte darüber hinaus einen großen kulturellen Einfluss auf weitere Gebiete aus, was sich vor allem an den Städten und Regionen entlang der Weichsel als „Lebensader” Westpreußens beobachten lässt.

Der Danziger Historiker Artur Kawinski wird im Rahmen der Studienreise mit seinem Vortrag den TeilnehmerInnen die Wichtigkeit der Weichsel für die Stadt Danzig und die Region Westpreußen erörtern.



Das erste Warendorfer Papiertheaterfestival

Eine Veranstaltung des Kulturreferats Westpreußen, Posener Land, Mittelpolen, in Zusammenarbeit mit der Galerie KronenbergKunst

Liebe Papiertheater-Liebhaber,

nach einer gut besuchten Abendveranstaltung und begeisterten Zuschauern am Samstag, den 14. März 2020 mit dem Nachmittags-Spiel von H.-G. Papirnik und Peter Schauerte-Lüke wurden viele begeisterte Neu-Papiertheater-Gucker gewonnen aber leider wurde der Kampf gegen CORONA und Behörden verloren.

Wie zu lesen fallen alle weiteren Veranstaltungen leider nicht ganz unerwartet aber vorzeitig aus.
Die Karten werden selbstverständlich erstattet.
Über eine beabsichtigte Neuauflage wird zu gegebener Zeit informiert.

Mit schönen Grüßen aus Warendorf,
Magdalena Oxfort
(weitere Informationen)


20. Februar 2020, 18.00 Uhr, Westpreußisches Landesmuseum
Autorenlesung:
„Reise in Westpolen. Orte, die Geschichte erzählen“
Matthias Kneip, Schriftsteller und Publizist
Eintritt 2,50 Euro

Mit seinem Buch „Reise in Westpolen. Orte, die Geschichte erzählen“ bringt der Schriftsteller und Publizist Matthias Kneip den deutschen Lesern einen weiteren Teil des spannenden Nachbarlandes nahe.

Nach seinen Büchern „Polenreise“ (2007) und „Reise in Ostpolen“ (2011) begibt sich der Schriftsteller und Publizist Matthias Kneip erneut nach Polen, diesmal in den Westen des Landes. Von Kołobrzeg im Norden Richtung Wałbrzych im Süden nimmt er den Leser mit auf eine Reise durch eine Region, die ebenso von deutscher wie polnischer Geschichte geprägt wurde. In poetischen Essays erzählt Kneip von spannenden Biografien und kuriosen Ortschaften, berichtet von eindrucksvollen Begegnungen zwischen Menschen. Die Lesung wird mit Abbildungen illustriert.

Matthias Kneip (*1969) arbeitet am Deutschen Polen-Institut in Darmstadt sowie als Schriftsteller und Polenreferent. Er hat zahlreiche Bücher über Polen geschrieben und zählt zu den bekanntesten Vermittlern polnischer Kultur in Deutschland. Zuletzt erschien sein Buch „Polen in Augenblicken. Poetische Miniaturen“ (Pustet Verlag). Für sein Engagement zur deutsch-polnischen Verständigung erhielt er unter anderem den Kulturpreis Schlesien 2011 sowie 2012 das Kavalierskreuz des Verdienstordens der Republik Polen. Kneip lebt in Darmstadt und Regensburg.


13. Februar 2020, 19.00 Uhr, Scala Filmtheater Warendorf
Filmabend:
Cold War – Der Breitengrad der Liebe
Ein Film von Pawel Pawlikowski


9. Februar 2020, 16.00 Uhr, Westpreußisches Landesmuseum
Filmnachmittag:
Beate Uhse. Das Recht auf Liebe
Eintritt 2,50 Euro

Das Kulturreferat für Westpreußen, Posener Land und Mittelpolen widmet sich im Jahr 2020 mit dem deutsch-polnischen Forschungsprojekt „Auf den Schultern von Frauen. Gejagte. Frauen in den Grenzregionen in Deutschland sowie in Polen und das Ende des Zweiten Weltkrieges“ in Zusammenarbeit mit der Adam-Mickiewicz-Universität Posen und dem Frauenverband im BdV e. V. thematisch den Biografien bedeutender Frauen.

Den Auftakt zur begleitenden Veranstaltungsreihe bilden ein Filmnachmittag und eine anschließende Lesung über das Leben der in Ostpreußen geborenen Beate Uhse mit Katrin Rönicke.

„Eine Frau gibt nicht gleich auf – so eine wie ich schon gar nicht.“
Beate Uhse

Ihr Name steht für Herausforderung und Provokation. Sie gehört zu den großen Persönlichkeiten der jungen Bundesrepublik Deutschland, zu denen, die das Land und die Menschen ihrer Zeit geprägt haben. Sie war eine Abenteuerin, eine Kämpferin, Ehefrau und Mutter – vor allem aber war sie eine herausragende Unternehmerin, die die Welt verändern wollte. Heute ist „Beate Uhse“ eine Weltmarke. Der Film erzählt von einer Frau, die ihr Leben dem Aufbau einer legendären Firma gewidmet hat und anhand von Ratgebern und Produkten den Menschen ihrer Zeit zur lustvolleren, freieren Sexualität verhelfen wollte. Die Produktion spannt einen Bogen vom Ende des Zweiten Weltkriegs über den Beginn von Beate Uhses Karriere, die legendäre „Schrift X“ und den Verkauf der ersten Präservative bis zum Jahr 1972. Erzählt wird von ihren zahlreichen Kontrahenten, von den Widerständen, den unzähligen Prozessen, in denen sich Beate Uhse als der Freigeist, der sie war, und als Außenseiterin einer Gesellschaft, der sie zugehörig sein wollte.


9. Februar 2020, 18.00 Uhr, Westpreußisches Landesmuseum
Lesung mit Katrin Rönicke:
Beate Uhse. Ein Leben gegen Tabus
Eintritt 2,50 Euro

Naturistin, Kunstfliegerin, Tante Sex: Heute hat Beate Uhse Kultstatus, in den 70er-Jahren war sie geächtet. Die 1919 in Wargenau bei Cranz in Ostpreußen geborene Pionierin der sexuellen Aufklärung hat aus dem Nichts ein internationales Imperium aufgebaut und gilt als erfolgreichste deutsche Geschäftsfrau des 20. Jahrhunderts. Ende der 40er-Jahre startete die engagierte Aufklärerin mit dem Verkauf von Broschüren über Verhütungsmethoden und hatte bald das Startkapital, um ihr Versandgeschäft für „Ehehygiene“ auszubauen. Bald hatte Uhse über eine Million Kunden. Sie eröffnete den ersten Sex-Shop der Welt. Doch privat lief nicht immer alles so, wie es sich ‚Tante Sex‘ gewünscht hätte… Katrin Rönicke hat den privaten und beruflichen Lebensweg dieser außergewöhnlichen Frau spannend nachgezeichnet.

Katrin Rönicke wurde 1982 in Wittenberg geboren und lebt in Berlin. Seit 2013 ist sie im „Lila Podcast“ zu hören, arbeitet für den Deutschlandfunk Kultur und hat 2017 ein eigenes Podcast-Label, hauseins, mitgegründet. Davor hat sie unter anderem für die FAZ, den Freitag und die taz geschrieben.


31. Januar 2020, 18.00 Uhr, Ministerium für Kultur und Wissenschaft
Tag der neuen Heimat
auf Einladung des Landesbeirats für Vertriebenen-,
Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen

Im Frühjahr 2020 wird der Landesbeirat für Vertriebenen-, Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen den alljährlichen „Tag der neuen Heimat“ im Ministerium für Kultur und Wissenschaft in Düsseldorf begehen. Zu der Festveranstaltung kommen vor allem Spätaussiedler, Aussiedler und Heimatvertriebene, aber auch Vertreter der Landespolitik und -verwaltung.

Auf Einladung des Landesbeirats für Vertriebenen-, Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen wird sich Magdalena Oxfort neben Experten an der Diskussion beteiligen, die sich ebenfalls in der Vermittlung von Kultur und Geschichte des ehemaligen deutschen Ostens an die junge Generation engagieren. Dabei wird sie insbesondere über die Arbeit des Kulturreferates für Westpreußen, Posener Land und Mittelpolen im Bereich der Kulturpflege bei Kinder- und Jugendprojekten sprechen und dabei ihre Ansätze und Konzepte der Vermittlung bei diesen Projekten den Anwesenden präsentieren.


27. Januar 2020, Mariengymnasium Warendorf
Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
Präsentation der Krakau- und Auschwitz-Ausstellung
(November 2019 bis März 2020)

Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Soldaten das Vernichtungslager Auschwitz im besetzten Polen. Im Hauptlager in Auschwitz (Oświęcim), das auf einem ehemaligen Barackengelände der polnischen Armee errichtet wurde, belief sich die Zahl der Insassen zeitweise auf mehr als 20.000. Dazu kamen mehr als 90.000 Häftlinge, die in dem noch größeren Lager im drei Kilometer entfernten Birkenau (Brzezinka) untergebracht waren. Auf dem später auch Auschwitz II genannten Gelände ließ Hitlers Schutzstaffel (SS) Anfang 1942 die ersten Gaskammern errichten. In den Lagern von Auschwitz wurden insgesamt schätzungsweise mehr als eine Million Menschen umgebracht.
Im Januar 1996 richtete sich der damalige Bundespräsident Roman Herzog mit einem klaren Appell an die Deutschen: „Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen.“ Mit diesen Worten erklärte Herzog den 27. Januar zum zentralen Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus. 2005 beschloss die Generalversammlung der Vereinten Nationen, den Tag auch international zum Holocaust-Gedenktag zu machen.
Seit mehr als vier Jahren besteht eine Kooperation mit dem Mariengymnasium Warendorf, in deren Rahmen bereits drei Studienreisen nach Krakau, Auschwitz und Auschwitz-Birkenau mit Schülern und Lehrern des Gymnasiums stattgefunden haben. Wie im vergangenen Jahr soll auch 2020 an diesem Tag an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert werden. Zudem werden die jungen Teilnehmer der Studienreise 2019 über ihre Erlebnisse aus Krakau und Auschwitz sprechen, ihre Erinnerungsarbeiten präsentieren und miteinander diskutieren. Außerdem sind ein Zeitzeugengespräch und eine musikalische Begegnung geplant.

Diese Veranstaltung dient außerdem als Einführung für den folgenden Projektkurs des Mariengymnasiums, der im August 2020 eigenständig nach Krakau und Auschwitz fahren wird. Das Kulturreferat wird der Schule künftig beratend zur Seite stehen und sie bei der Maßnahme unterstützen.


22. Januar, 18. Februar 2020, 14.30 Uhr, Westpreußisches Landesmuseum
Maler des Expressionismus aus Westpreußen – Porträts
Vortrag mit Workshop für die Klasse 11 des Gymnasiums Laurentianum
Georgios Paroglou B.A. und Magdalena Oxfort M.A.

Der Begriff Expressionismus leitet sich vom lateinischen „expressio“ (Ausdruck) ab. Expressionismus wird als „Kunst des gesteigerten Ausdrucks“ übersetzt. Am vordergründigsten ging es Künstlern des Expressionismus um den unmittelbaren Ausdruck ihrer eignen inneren Gefühle. Gewohnt war man bislang in der Kunst, die rein äußerliche Betrachtung von Gefühlen.

Die Wirkungszeit des Expressionismus begann mit dem ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts und endete kurze Zeit später nach dem 1. Weltkrieg. Die Künstler dieser Kunstströmung sahen ihre Wurzeln im ausgehenden Impressionismus, ihre wichtigsten Vorreiter waren Maler wie Vincent van Gogh, Paul Gaugin und Edvard Munch. Munch malte 1890 sein berühmtestes Werk „Der Schrei“. Dieses Bild gilt weltweit als das erste expressionistische Bild, auch wenn es noch Jahre vor dem Beginn der expressionistischen Periode entstand. In Deutschland und Frankreich war der Expressionismus am stärksten ausgeprägt. Zu den wichtigsten Künstlern gehörten die Maler Henri Matisse, Emil Nolde, Franz Marc, August Macke und Ernst Ludwig Kirchner, aber auch der aus Westpreußen stammende Bruno Krauskopf.

Der Kunsthistoriker Georgios Paroglou und die Kulturreferentin Magdalena Oxfort werden mit den Schülern der Klasse 11 (Q1) des Gymnasiums Laurentianum Warendorf und der Lehrerin Julia Holz bedeutende Werke dieser Stilrichtung betrachten. Insbesondere die Porträts des aus Marienburg stammenden Malers Bruno Krauskopf im Original und weitere expressionistische Ansichten Westpreußens werden im Vordergrund stehen, die die „jungen Künstler“ anschließend neu interpretieren sollen. Mit Pinsel und Farbe sollen so expressionistische Porträts ihrer Mitschüler entstehen.

 


14. November 2019 – 19. Januar 2020
Ausstellung „WIR LÖFFELN GESCHICHTEN“
Westpreußisches Landesmuseum
In einer Kooperation zeigen das Kulturreferat für Westpreußen, Posener Land und Mittelpolen mit Katja Bremkamp-Leenen und Nicole Aufmkolk aus der Warendorfer Künstlergemeinschaft „Die Bunte Kuh“ im Westpreußischen Landesmuseum Löffel aus privatem Besitz, die von Bürgern aus Warendorf und Umgebung zur Verfügung gestellt wurden.
(weitere Informationen)


Samstag, 7. Dezember 2019, 19.30 Uhr, Westpreußisches Landesmuseum, Klosterkirche
Adventskonzert im Franziskanerkloster Warendorf
Samstag, 7. Dezember 2019, 19.30 Uhr, Westpreußisches Landesmuseum, Klosterkirche
Das Kulturreferat für Westpreußen, Posener Land und Mittelpolen freut sich, am Samstag, den 7. Dezember 2019 um 19.30 Uhr gemeinsam mit dem Verein zur Förderung des Westpreußischen Landesmuseums im Franziskanerkloster Warendorf e. V. und der Kloster Warendorf GmbH zu einem Adventskonzert in die Klosterkirche einzuladen.
Als Auftakt für die diesjährigen WarendorferWeihnachtsPlätzchen 2019 am Vorabend des 2. Advent spielen nach dem großen Erfolg während der Veranstaltung „Die Oststraße leuchtet“ im September 2019 „Matt Walsh and the VIBROSONICS“ erneut in Warendorf
Der Eintritt ist frei.
Am Ende des Konzertes werden Spenden gesammelt, die dem Verein zur Förderung des Westpreußischen Landesmuseums im Franziskanerkloster Warendorf e. V. zu Gute kommen sollen


Sonntag, 8. Dezember 2019, 14.00 -18.00 Uhr, verschiedene Orte in der Altstadt Warendorfs
WarendorferWeihnachtsPlätzchen 2019
Die WarendorferWeihnachtsPlätzchen am 2. Advent sind inzwischen zu einer festen Tradition in der Vorweihnachtszeit in Warendorf geworden.

Bereits zum dritten Mal lädt das Kulturreferat für Westpreußen, Posener Land und Mittelpolen gemeinsam mit Kultur- und Kunstschaffenden am Sonntag, den 8. Dezember 2019 von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr in die östliche Altstadt Warendorfs ein.

Dort werden den Besucherinnen und Besuchern jeden Alters sowohl kulinarische und unterhaltsame als auch kreative Leckerbissen geboten: an verschiedenen Plätzen werden bei gemütlicher Atmosphäre, Kerzenschein und Kaminflackern gemeinsam Bratäpfel gegessen, Christbaumschmuck gebastelt und Weihnachtslieder gesungen, um die besinnliche Zeit einzuläuten. An diesem Nachmittag soll das Flanieren durch die Altstadt für Groß und Klein zu einem besonderen Erlebnis werden, bei dem es an mancher Ecke viel zu Schauen und zu Staunen geben wird: Gedichte, Puppentheater, mechanische Wunderwerke und Geschichten.

Wie jedes Jahr findet auch im Kreuzgang des Westpreußischen Landesmuseums selbst der vom Kulturreferat ausgerichtete Adventsmarkt statt. Einwohner aus dem Kreis Warendorf, die Landmannschaften und die Mitglieder des Bundes der Vertriebenen NRW werden weihnachtliches Kunsthandwerk, darunter auch Holz und Keramikarbeiten, ostdeutsche Traditionen und andere Erinnerungen aus ihrer Heimat präsentieren. Bei geselliger Runde mit Gebäck, Spezialitäten und Feinkost wie Brotaufstrichen, Kuchen und Getränken aus Schlesien, Pommern und Westpreußen soll am Wochenende des 2. Advents in den Räumlichkeiten des Museums Weihnachtsstimmung für Erwachsene und Kinder aufkommen.


31. Oktober 2019, 18.00 Uhr
Danziger Kunstgeschichte.
Kulturabend des Vereins zur Förderung des Westpreußischen Landesmuseums im Franziskanerkloster Warendorf e.V. mit zwei Vorträgen
Westpreußisches Landesmuseum


18. – 20. Oktober 2019
40. Forum Gedanum 2019 in Lübeck
Vortrag von Magdalena Oxfort M.A.: „Wilhelm August Stryowski. Ein herausragender Danziger, Danziger Maler, Professor und Sammler“
Barock-Konzert in der Kirche in Stockelsdorf
Die Veranstaltung und das Barock-Konzert werden finanziert und gefördert vom Kulturreferat für Westpreußen, Posener Land und Mittelpolen.
Hotel „Zum Ratsherrn“ in Lübeck


2. bis 5. Oktober 2019
3. Numismatische Konferenz in Danzig
Begleitend zur Präsentation der Medaillen aus der Sammlung des Westpreußischen Landesmuseums in Danzig
Danzig Museum – Abteilung Rathaus, Alte Kammer
Mit Beteiligung des Polnischen Verbandes der Numismaten


6.- 8. September 2019
Vortrag von Magdalena Oxfort M.A.: Westpreußen, Posener Land und Mittelpolen – historische Schnittflächen zwischen Deutschen und Polen.
Die grenzübergreifende Arbeit des Kulturreferates für Westpreußen, Posener Land und Mittelpolen.
Herbsttagung des Frauenverbandes im BdV e. V. unter dem Thema: „Westpreußen und Weichsel-Warthe: Unterschiedliche Entwicklungen für Land und Leute in Raum und Zeit.“
Politische Bildungsstätte Helmstedt e.V.


Freitag, 06. September 2019, 18.00 – 23.00 Uhr
„Die Oststraße leuchtet“.
Kunst- , Kultur- und Musikprogramm zur 13. Pferdenacht in der östlichen Altstadt Warendorfs
Oststraße, Warendorf
(weitere Informationen)


Freitag, 12 Juli 2019, 18.00 Uhr
Vortrag: Die Geschichte des Artushofes in Danzig
Izabela Jastrzembska-Olkowska M.A.,
Leiterin des Artushofes Danzig
Westpreußisches Landesmuseum
Eintritt: 2,50 Euro
(weitere Informationen)


08. – 11. Juli 2019
Die Geschichte des Artushofes in Danzig.
Forschungsaufenthalt im Deutschen Dokumentationszentrum für
Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg
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Donnerstag, 27. Juni 2019, 14.30 Uhr
Vortrag: Das königliche Krakau und seine wechselvolle Geschichte.
Einführung zur Studienreise des Mariengymnasiums Warendorf nach
Krakau und Auschwitz 2019,
Westpreußisches Landesmuseum
Der Eintritt für Schüler 1,00 Euro; Eintritt für die Öffentlichkeit 2,50 Euro
(weitere Informationen)


Mittwoch, 12. Juni 2019, 19.00 Uhr
Filmabend: „Unkenrufe. Zeit der Versöhnung“
Scala Filmtheater Warendorf, Klosterstraße 5
Der Eintritt ist frei!
(weitere Informationen)


Mittwoch, 08. Mai 2019, 18.00 Uhr
Lesung: Ulla Lachauer liest aus dem Buch „Von Bienen und Menschen“
Westpreußisches Landesmuseum 
(weitere Informationen)


 

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