Filmabend:
12.06.2019

„Unkenrufe. Zeit der Versöhnung“

12. Juni 2019, 19.00 Uhr, Scala Filmtheater Warendorf, Klosterstraße 5

In Kooperation mit dem Scala Filmtheater, das sich in unmittelbarer Nähe zum Westpreußischen Landesmuseum befindet, zeigt das Kulturreferat für Westpreußen, Posener Land und Mittelpolen am 12. Juni 2019 um 19.00 Uhr den Film „Unkenrufe. Zeit der Versöhnung“ aus dem Jahr 2005. Dieser spielt in Danzig und erzählt eine tragikomische Geschichte.

Der Spielfilm „Unkenrufe. Zeit der Versöhnung“ aus dem Jahr 2005 schildert die heiter melancholische, emotional bewegende Lovestory zwischen einem Deutschen und einer Polin. Er beleuchtet augenzwinkernd die Umwälzung hin zum polnischen Kapitalismus, basierend auf der gleichnamigen Erzählung von Günter Grass. Der deutsche Kunsthistoriker Alexander Reschke lernt 1989 bei einem Aufenthalt in Danzig, heute Gdansk, der Stadt seiner Kindheit, die polnische Restauratorin Aleksandra Piatkowska kennen. Aleksandra ist wie Alexander verwitwet. Und auch sie musste früh ihre eigentliche Heimat, das litauische Wilna, heute Vilnius, verlassen. Bei einem gemeinsamen Abendessen haben die beiden einen Geistesblitz: Was passierte, wenn sie eine Stiftung gründeten, die Vertriebenen eine Bestattung in ihrer Heimat ermöglicht? Eine Art Versöhnungsakt. Begräbnisse für Deutsche in Danzig und für Polen in Wilna. Wenige Monate haben sie das Projekt realisiert und aus ihnen ist ein Paar geworden. Doch die schöne Idee, findet nicht überall den erhofften Anklang. Außerdem droht Profitgier die eigentlich als Versöhnung gedachte Idee, aufzufressen.

Zugleich wird der Film auch ein Ort der politischen Erfahrung. Mit der Öffnung der Eisernen Vorhänge im ehemals kommunistischen Osten Europas begegnen sich nicht nur Menschen. Da reibt sich Geschichte an der Gegenwart, da springen Funken. Anfangs sprühenden Witz schlägt der Film aus seiner Grundidee, interessierten Vertriebenen des Zweiten Weltkrieges, die Möglichkeit einer Beerdigung in „Heimat“-Erde zu ermöglichen. Versöhnungsfriedhof nennt sich das Vorhaben und in dem deutsch-polnisch-litauischen Joint-venture dekliniert der Film, was Krieg und Vertreibung in Köpfen und Seelen und Völkern angerichtet haben.

„Unkenrufe. Zeit der Versöhnung“ war für den Polnischen Filmpreis in vier Kategorien nominiert: beste weibliche Hauptrolle (Krystyna Janda), beste männliche Nebenrolle (Marek Kondrat), beste Musik und beste Ausstattung.

Aufgrund der geringen Sitzplatzanzahl wird ein frühzeitiges Eintreffen am Kino empfohlen.

Der Eintritt ist frei!

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