Vortrag am 02. 06. 2016

Donnerstag, 02.06.2016, 19:00 Uhr, im Rahmen der Sonderausstellung
„Orte der Erinnerung – Museales und individuelles Gedenken nach 1945“


Dr. Jens Stüben:

„Erinnerungsort Danzig.
Willibald Omansen – Günter Grass – Sabrina Janesch“

 

Langer Markt in Danzig (T. Hölscher)

Langer Markt in Danzig

Der Vortrag widmet sich der literarischen Gestaltung der Stadt Danzig als Ort der Erinnerung und als aktueller Handlungsschauplatz in Texten von Willibald Omansen, Günter Grass und Sabrina Janesch.
Wie verabschiedete sich Willibald Omankowski (Omansen, 1886–1976) lyrisch von dem untergegangenen geliebten alten Danzig? Mit welchen erzählerischen Mitteln hat Günter Grass (1927–2015) Kindheitserinnerungen und historische Reminiszenzen provoziert und festgehalten? Welche spezifische Symbolik entwickelte Sabrina Janesch (geboren 1985) in ihrem Roman „Ambra“, mit dem sie einen Strang der Motivgeschichte der Danzig-Literatur – Danzig als mythologischer Erinnerungsort – fortschrieb?

Dr. Jens Stüben wurde 1952 in Lübeck geboren. Nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Pädagogik in Kiel und Bonn 1985 Promotion in Germanistik. Von 1985 bis 1987 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Germanistischen Institut der Universität Münster tätig, arbeitete er von 1987 bis 1992 als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Editionswissenschaftlichen Forschungsstelle der Universität Osnabrück.
Seit 1992 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, zuständig für den Wissenschaftsbereich Literatur und Sprache. Zeitweise Lehrbeauftragter an der Universität Osnabrück und der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

 

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