Meine Stadt

11.04. – 23.04.2024

Im Rahmen der Osterferien 2024 veranstalteten die Offene Ganztagsschule der
Josefschule und das Westpreußische Landesmuseum ein gemeinsames Ferienprogramm. Im Zentrum der Projektwoche stand Das Thema ‚Stadt‘. Mit den Grundschüler:innen sollte dazu ein gemeinsamer Blick auf die Besonderheiten Warendorfs geworfen und der Kreativität in Bezug auf eine „eigene (Traum-)Stadt“ freier Lauf gelassen werden. Die etwa 70 Grundschüler:innen, die sich im Rahmen der Ferienbetreuung zusammenfanden, bildeten einen Querschnitt aus den Jahrgängen 1-4. Das diesjährige Programm ist das dritte gemeinsame Projekt des Westpreußischen Landesmuseums und der OGS der Josefschule.

In Anlehnung an die aktuelle Sonderausstellung „Im Fotostudio. Die Einwohner von Marienburg aus der Sicht der ersten Fotografen“ sollte der Fokus auf den Strukturen einer Altstadt liegen. Marienburg hat eine eindrucksvolle und traditionsreiche Altstadt, die durch die präsentierten Fotografien ins heute transportiert wird. Als Pendant zu diesen Bildern konnten sich die Kinder mit der Stadt Warendorf, ihren historischen Gassen und Häusern sowie ihren individuellen Bauwerken genauer auseinandersetzen.

Was macht eigentlich eine Stadt aus? Welche Gebäude braucht eine Stadt und welche Infrastrukturen machen sie aus? Neben einer spielerischen Vermittlung von Wissen sollte insbesondere die Sensibilisierung für urbane Strukturen im Fokus stehen. Dabei wurden immer wieder auch Bezüge zur Natur und zu Naturmaterialien hergestellt, die zum einen als Grundbaustoff einer Stadt und zum anderen zu ihrer Belebung dienen.

Das Programm der Themenwoche sah unterschiedliche Einheiten der Stadterkundung vor. Sie reichten vom Ausflug in die Warendorfer Altstadt, bis hin zu mehreren kreativen, künstlerischen Stationen in der Schule. An drei Stationen setzen sich die Grundschüler:innen intensiv mit der ‚Stadt‘ und dem ‚Haus‘ als Kernsymbol einer urbanen Landschaft auseinander.

Auf ein-Quadratmeter-großen Platten erhoben sich ganze Stadtbezirke, die mit verschiedenen Farben und Materialien modelliert wurden. In den ganz individuellen „Städten, wie ich sie mir wünsche“ gibt es von Schulen über Spielplätze auch Kirchen, Rathäuser oder sogar Krankenhäuser, die die Werke komplettieren.

Auf den Spuren des Pop Art Künstlers James Rizzi wurden einzelne Häuser zum Leben erweckt. Mit unterschiedlichsten Grimassen verziert, wurden die farbenfrohen Häuser zu großen Kollagen zusammengeführt und bilden nun eine „Skyline der Traumhäuser“.

Wer lebt denn da auch noch in einem Haus? Durch die Gestaltung von kunterbunten „Vogelhäusern“ kann sich auch die Natur an urbanen Strukturen erfreuen. Der Bezug zur Natur taucht nicht nur in den Futterstationen auf, sondern wurde auch intuitiv von den Grundschüler:innen in die selbstgebauten Stadtmodelle mit einbezogen.

Beim Besuch des Westpreußischen Landesmuseums am letzten Projekttag konnten die Kinder sich zum Abschluss auf die Spuren des städtischen Großbürgertums der vergangenen Jahrhunderte begeben und mittelalterliche Stadtstrukturen entdecken.

Impressum:
Eine Ausstellung des Westpreußischen Landesmuseums entstanden in Zusammenarbeit mit der Offenen Ganztagsschule der Josefschule Warendorf. Wir danken Susanne Löbke, dem Erzieher:innen-Team der OGS und allen Teilnehmer:innen des Projekts.

Idee und Umsetzung: Katharina Kaup, Susanne Löbke
Ausstellungstechnik: Thomas Hölscher