Veranstaltungsplan

 

März

Dienstag, 03. März 2026, 18.00 Uhr

Vortrag: Warendorf – Westpreußen – Waterloo, von Dr. Dirk Ziesing (Bochum)

Was verbindet Warendorf mit der berühmten Schlacht bei Waterloo? Mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Am 3. März um 18 Uhr lädt das Westpreußische Landesmuseum in Warendorf zu einem spannenden historischen Vortrag ein, der überraschende regionale Bezüge zu einem der bekanntesten Ereignisse der europäischen Geschichte aufzeigt.

 

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Heimatverein Warendorf statt. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich auf eine lebendige und kenntnisreiche Zeitreise in eine bewegte Epoche zu begeben.

Eintritt: frei

 


Freitag, 13. März 2026, 16 Uhr

Ausstellungseröffnung „Individualität“

ein Kooperationsprojekt mit dem Projektkurs Kunst der Gesamtschule Weiße Rose Warendorf
(Weitere Informationen)

 


Samstag, 21. März 2026, 14.00 Uhr

Zwei Vorträge zur Geschichte der Hansestadt: „Ordnung, Sicherheit, Verantwortung: Danzig im 19. Jahrhundert“
vom Kulturreferat für Westpreußen mit Dr. Maciej Bakun, Universität Danzig


bis 31. März 2026

Aufruf „Erzählte Erinnerungen – Zwischen Kindheit und Gegenwart“
Welche fabelhaften Geschichten kennen Sie aus Ihrer Kindheit – von zu Hause, aus Ihrer Region oder aus Ihrer Heimat? Wir laden Sie herzlich ein, persönliche Erinnerungen, Erzählungen und Erfahrungen zu teilen. Ob Bücher, Bilder, besondere Erinnerungsstücke oder mündliche Erzählungen. Teilen Sie mit uns Ihre persönlichen Geschichten.
Wir freuen uns mit Ihnen ins Gespräch zu kommen und uns gemeinsam darüber auszutauschen, welche Bedeutungen diese Geschichten heute für Sie haben.
Melden Sie sich bis zum 31. März 2026 bei roth@westpeussisches-landesmuseum.de oder unter 02581-92-777-0. 

 


Mai

Donnerstag, 7. Mai 2026, 18 Uhr

Marcel Brüntrup: Schwangere polnische Zwangsarbeiterinnen und ihre Kinder im nationalsozialistischen „Volkstumskampf“

Der Vortrag untersucht die Behandlung schwangerer polnischer Zwangsarbeiterinnen und ihrer Kinder im Kontext der nationalsozialistischen „Germanisierungs“- und Bevölkerungspolitik. Um die Geburt „fremdvölkischer“ Kinder im „Altreich“ zu verhindern, wurden schwangere Polinnen in den ersten Kriegsjahren von ihren Arbeitsorten in ihre Herkunftsgebiete zurückgeführt. Zugleich zielten verschiedene bevölkerungspolitische Maßnahmen in den Ostgebieten darauf ab, „rassisch unerwünschte“ Geburten systematisch zu reduzieren. Kinder hingegen, die von NS-Rasseexperten als „gutrassig“ eingestuft wurden, sollten zur „Eindeutschung“ in spezielle Heime und ausgewählte deutsche Pflegefamilien überführt werden. Besondere Berücksichtigung findet der Reichsgau Wartheland, der in der NS-Bevölkerungspolitik eine Vorreiterfunktion einnahm und dessen Maßnahmen auch im benachbarten Reichsgau Danzig-Westpreußen rezipiert und umgesetzt wurden.

Der Vortrag zeigt, wie die Verbindung aus ökonomischer Ausbeutung, rassistischer Ideologie und bevölkerungspolitischen Zielsetzungen die reproduktive Selbstbestimmung polnischer Frauen systematisch einschränkte und die Zukunft ihrer Kinder rassenpolitischen Erwägungen unterwarf.

Dr. Marcel Brüntrup lebt und arbeitet in Münster. Er forscht zu NS-Zwangsarbeit und Geschlechtergeschichte. 2024 erschien seine Dissertation „Zwischen Arbeitseinsatz und Rassenpolitik. Die Kinder osteuropäischer Zwangsarbeiterinnen und die Praxis der Zwangsabtreibungen im Nationalsozialismus“ im Wallstein Verlag.

Die Veranstaltung ist Teil des neuen Formates „Westpreußen divers“ des WLM. In halbjährlichen Vorträgen, Lesungen, Workshops und szenischen Darbietungen werden bisher vernachlässigte Themen und Perspektiven der deutsch-polnischen Geschichte in den Blick genommen.

Eintritt: frei

 


Juni

Samstag, 20. Juni 2026, 14–18 Uhr

Schnupperkurs: Kreatives Schreiben

Einen Sommernachmittag lang geht es im Westpreußischen Landesmuseum passend zur Ausstellung „Vom grundlosen Kolk bis zum Revekohl – Sagenhaftes aus Warendorf und der Kaschubei“ darum, selbst mit Stift und Papier kreativ zu werden. Mit Hilfe von Schreibspielen und bunten Impulsen zaubern wir unter der Anleitung von Schreibtrainerin und Autorin Katja Angenent Wörter und Sätze aufs Papier. Einiges ist komplett ausgedacht, für anderes dienen unsere Erinnerungen als Vorlage.

Von fünf-Minuten-Geschichten über Gedichte bis hin zu biografischen Texten ist an diesem Nachmittag alles erlaubt und erwünscht. Erleben Sie, wie viel Freude das Spiel mit Worten machen kann – und erhalten Sie am Ende den verdienten Applaus für Ihre neuen Schöpfungen. Für diesen kreativen Nachmittag ist es egal, ob Sie bereits Erfahrung im Schreiben besitzen oder ganz neu dabei sind, wichtig ist nur die Bereitschaft, eigene Texte entstehen zu lassen. Die Freude am Schreiben kommt dann ganz von allein!

Katja Angenten lebt in Duisburg und Münster. Sie arbeitet als freie Autorin, Journalistin und Dozentin für Kreatives Schreiben. Wenn sie nicht gerade mit Begeisterung Bücher liest oder andere darin unterstützt, ihre Buchprojekte voranzutreiben, schreibt sie selbst: Unter anderem erschien im August 2022 ihr Buch „Von Geistern, Gespenstern und Gruselgestalten“ im Agenda Verlag, ein Band mit Sagen und Legenden aus dem Münsterland. 2025 folgte ein weiterer Band, diesmal über Sagen und Legenden aus dem Münsterland zum Schmunzeln.

 

Teilnahmegebühr: 5,00 Euro (Entrichtung vor Ort)
Anmeldung bis 12. Juni 2026 bei: Kerstin Dembsky, Tel.: 02581 92777-10, E-Mail: kerstin.dembsky@westpreussisches-landesmuseum.de
Bitte mitbringen: Das eigene Lieblingsschreibzeug